Inspiration

10 Schritte zum Glück mit Susanna Mittermaier

Susanna Mittermaier, Psychologin, Coach und Bestsellerautorin, entwickelte mit „Pragmatische Psychologie“ eine Methode, effizient sein Leben zu verändern. In OOOM erklärt sie die 10 Schritte zu einem besseren, positiven Leben. Und erzählt aus ihrem eigenen: Ihrer Zeit auf einer psychiatrischen Abteilung, den tägliche Kampf auf einer Kinderkrebsstation, den Mut zur Veränderung.

Georg Kindel26. April 2017 No Comments

Eines weiß Susanna Mittermaier seit damals: „Was Menschen, die mit einem sterbenden Kind konfrontiert sind, nicht brauchen sind Ratschläge, was richtig ist und was falsch. Man braucht einfach jemanden, der für einen da ist. Sie hatten irgendwo eine Leichtigkeit in ihrer Welt mit dem Thema Tod umzugehen.“ Ein halbes Jahr hielt sie durch. Dazwischen jobbte sie als Pflegerin in der Psychiatrie: „Da kommt man Menschen wirklich nah – auch physisch. In der geschlossenen Anstalt gab es viele Extremfälle. Es war sehr herausfordernd, weil man etwa Menschen, die suizidgefährdet waren, ständig begleiten musste – sogar aufs Klo. Manche haben dann wirklich Suizid begangen und ich habe sie gefunden, blutüberströmt im Bett. In so einer Situation funktioniert man.“ Nach dem Studium bot man ihr auf der Universität in Lund einen Job an und sie begann mit Psychotherapie. „Damals entstand Pragmatic Psychology mit dem Wunsch, etwas anderes in die Welt zu bringen.“ Als eine Vortragende aus den USA nach Schweden kam, um einen Kurs mit dem inspirierenden Titel „Access Consciousness“ zu halten, „hab ich einfach gespürt, dass ich da hin muss. Damit begann meine Reise.“

Sie trennte sich nach 10 Jahren von ihrem damaligen Lebenspartner und verzichtete auf eine Villa am Stadtrand: „Ich stand darin und wusste: Ich muss nur den Schritt gehen.“

2016 zog Susanna Mittermaier wieder nach Wien. Ihr Buch „Pragmatic Psychology“, das sie zwischendurch in Schweden verfasste, wurde zum Bestseller. Wer ihre Seminare besucht, erlebt eine Leichtigkeit, die „auf unserem Planeten noch nicht normal ist“, so Mittermaier. „Die Leute kommen mit einer Schwere zu mir, die sie aus unserer Welt mitbringen, und treffen auf einen Raum, wo sie sein dürfen und nicht bewertet werden.“ Nachsatz: „Was heute fehlt, ist Anerkennung, sie ist sogar noch größer als Liebe. Weil Liebe für die meisten irgendeine Bedingung beinhaltet, auch einem selbst gegenüber.

26. April 2017