Inspiration

40 Tage Zeit für sich: Yoga in der Fastenzeit

Yoga umfasst mehr als nur eine Trendsportart, es ist eine buchstäbliche Lebenseinstellung. Bewusstsein für den Körper schaffen, auf das Innere hören, Ausgeglichenheit in allen Lebenslagen erreichen: Der Erfolg spricht für sich – immer mehr Menschen entdecken die ganzheitlichen Möglichkeiten, die hinter dem Konzept stecken, und wollen ihren Alltag damit positiv beeinflussen. Lena Raubaum & Birgit Pöltl von yoga.ZEIT haben dafür den „Mach’s dir leicht“-Kurs ins Leben gerufen. Zum dritten Mal findet heuer in den 40 Tagen der Fastenzeit dieses Online-Programm statt, das es den Teilnehmern ermöglicht, individuell „Ordnung“ in das eigene Leben zu bringen.

Claudia Huber1. Dezember 2018 No Comments
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Am 6. März beginnt heuer die Fastenzeit. Mit dem sogenannten Aschermittwoch nimmt der Fasching ein Ende, die bunten Kostüme und das ausladende Feiern weichen in den 40 Tagen bis Ostern dem Verzicht und der Selbstreflexion – zumindest besagt das die christliche Tradition. Vom Glauben hat sich dieses Konzept zum Großteil losgelöst, heutzutage nehmen viele Menschen die Fastenzeit als Anlass, sich generell etwas zurückzunehmen und der Überflussgesellschaft kurze Zeit die kalte Schulter zu zeigen. Das Bedürfnis nach einem Ausbruch aus dem „Höher-Schneller-Weiter“-Bestreben steigt von Jahr zu Jahr und linear zum immer stressiger werdenden Arbeits- und Privatleben. Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ist für viele die perfekte Gelegenheit einen kurzzeitigen Ausstieg zu wagen, da man nicht nur davon ausgehen kann, dass viele in der selben Stimmung sind und Fasten in der einen oder anderen Weise praktizieren wollen, sondern auch, weil viele Unternehmen speziell darauf abgestimmte Programme anbieten.

40 Tage – 4 Lebensbereiche

Auch das Team von yoga.ZEIT hat sich vor 3 Jahren die Frage gestellt, wie man im Rahmen ihrer Angebote und Fähigkeiten der Fastenzeit begegnen kann und einen neuen Mehrwert für Interessierte schaffen könnte. Herausgekommen ist das Konzept „Mach’s dir leicht“. Es geht dabei um Übungen und Impulse, die Veränderungen in solchen Lebensbereichen herbeiführen sollen, die trotz ihrer großen Bedeutung oftmals zu kurz kommen: Die Ernährung, das Zuhause, die eigene Zeit und Gedanken.

Der Zeitraum ist hierbei maßgebend: Das ganze Programm ist dafür konzipiert in den 40 Tagen der Fastenzeit abzulaufen, jeder einzelne Tag ist mit verschiedenen Anregungen verknüpft, 10 Tage am Stück sind gebündelt, um jeweils einen der vier Bereiche gezielt anzugehen. „Mach’s dir leicht“ will dabei ein absolutes Gegenteil zu Drill und Zwang darstellen, und eine ruhige, positive Umgebung schaffen. Aus dieser soll man jene Kraft schöpfen, die in einem selbst den Tatendrang weckt. Das Mantra lautet: Den inneren Schweinehund überlisten. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich viele Menschen Veränderungen wünschen, aber nicht genau wissen, wie sie’s angehen sollen. In ‚Mach’s dir leicht‘ geben wir Impulse, die leicht umzusetzen, effektiv und nachhaltig wirksam sind“, erklären die Initiatorinnen. In der erfolgreichen Absolvierung des Programmes soll der Anwender Entlastung in seinem Alltag finden, die er in die restliche Zeit des Jahres hineintragen kann. Ebenso wenig wie die Neujahrsvorsätze nach 7 Tagen aus dem Fenster geworfen werden sollen, soll nämlich auch nach Ostern nicht gleich Schluss sein mit den positiven Veränderungen.

Modernes Fasten

Die Betreiberinnen des Yogamagazins haben für jeden Punkt eigene Experten und ansprechendes Material zusammengestellt, sodass die Überwindung alle 40 Tage am Ball zu bleiben eine möglichst kleine bleibt. Die Anmeldung funktioniert online, jegliches Equipment wird per Mail zugeschickt – Veränderung 2.0 quasi. „Man kann es überall und jederzeit und vor allem im eigenen Tempo machen“, so beschreibt Lena von yoga.ZEIT die Vorteile des Online-Kurses. Ob PDF-Files mit konkreten Anleitungen, Meditations-Audiofiles, Rezepte, Yogavideos etc., am Ende des Kurses hat man nicht nur eine Menge verschiedener Aspekte ausprobiert, sondern hat das Material auch weiterhin immer praktisch zur Hand. Durch die übergreifende Adressierung der Themen – seien sie abstrakter, wie sich Zeit für die eigene Zeit zu nehmen, oder konkreter, wie einen Wohnbereich sinnvoll und ästhetisch zu ordnen – können selbst in kleinen Schritten Weiterentwicklungen stattfinden, die motivierend sind und Lust auf mehr machen. Die Kombination der Dinge bringt schlussendlich das, was sich die meisten in dieser Zeit wünschen: Ein bisschen mehr zu sich selbst zu finden. In anderen Worten – modernes Fasten.

Weitere Infos unter: https://www.yogazeit.at/fastenzeit/