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Anita Elöpataki: Electric Lady

Anita Elöpataki ist die bekannteste Frau in Österreichs Automobilbranche. Von jeher autoaffin, brennt sie für Ihren Job als Marketing Communication Manager von Volvo. Die schwedische Luxusmarke mit 100-jähriger Geschichte setzt auf Elektromobilität: seit dem Vorjahr wird jedes neu eingeführte Volvo-Modell elektrifiziert, dazu gibt es bisher elf Plug-in-Hybrid-Modelle. Bis 2040 will Volvo in allen Bereichen klimaneutral sein. Let‘s roll.

Claudia Ohswald30. Juli 2020 No Comments
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Wofür steht Volvo?

Oft macht man sich keine Gedanken über die Bedeutung von Markennamen. Ich finde es sehr interessant zu wissen, dass Volvo aus dem Lateinischen „ich rolle“ kommt. Besser kann der Name einer Automarke nicht sein.

Man assoziiert Volvo mit Beständigkeit und Sicherheit – bleiben Sie diesem Image treu?

Auf jeden Fall. Das sind unsere Kernwerte. Die Sicherheit unserer Fahrzeuge wird immer an oberster Stelle stehen. Nun geht es auch um Sicherheit für unseren Planeten. Volvo hat einen der ehrgeizigsten Nachhaltigkeitspläne in der Autoindustrie, weil wir uns unserer Verantwortung absolut bewusst sind. Bis 2040 möchten wir in allen Bereichen klimaneutral arbeiten. Einige unserer Werke erfüllen bereits heute dieses Ziel.

Ihr Ziel ist, keine reinen Verbrenner-Motoren mehr auf den Markt zu bringen. Wie ist der Status-quo?

Seit 2019 wird jedes neu eingeführte Volvo Modell elektrifiziert. Mild-Hybride und Plug-in-Hybridfahrzeuge dienen als Übergang zu vollelektrischen Fahrzeugen. Volvo ist dabei der einzige Automobilhersteller, der in jeder Baureihe mindestens eine Plug-in-Hybridvariante anbietet – zurzeit sind es 11 verschiedene Modelle.

Wie sehen Sie die Zukunft der Mobilität? Glauben Sie, dass sich das selbstfahrende Auto durchsetzt bzw. plant Volvo in diese Richtung?

Für viele Menschen ist es nicht mehr wichtig ein Auto zu besitzen. Immer weniger junge Menschen haben einen Führerschein und nutzen stattdessen Ride-Hailing-Angebote. Im urbanen Bereich sind die Car Sharing Angebote gut ausgelastet. Zukünftig wird man verstärkt die Mobilität als Abo anbieten. Ein Angebot, das vorwiegend in den Städten genutzt wird, wo das Fahrzeug oft mehr Fluch als Segen ist. Die Volvo Car Group, einschließlich ihrer Schwestermarken Polestar und Lynk & Co. International gehen eine strategische Partnerschaft mit Waymo ein, einem weltweit führenden Unternehmen in Kalifornien in der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren.

Bis 2040 möchten wir in allen Bereichen klimaneutral arbeiten. Einige unserer Werke erfüllen bereits heute dieses Ziel.

Die junge Generation verzichtet zunehmend auf ein eigenes Auto.

Gut so. Es geht nicht mehr darum ein Fahrzeug zu besitzen, sondern ein Fahrzeug zu haben, wenn man es braucht. Dafür bietet Volvo auch Lösungen an, an denen wir für den österreichischen Markt gerade arbeiten.

Haben sich die Wartezeiten für ein neues Auto durch Corona verändert und waren Werke in Schweden geschlossen? Wie ist die derzeitige Situation?

Corona hat Schweden ebenso hart getroffen wie den Rest der Welt. Auch wenn das wirtschaftliche Leben weiterging, hat die Wirtschaft unter der Corona-Krise gelitten. Für Schweden gilt nach wie vor die höchste Reisewarnung. Unsere Werke wie auch das Headquarter in Göteborg waren proaktiv in der Bekämpfung der Verbreitung des Corona-Virus. Volvo hat das Thema nicht auf die leichte Schulter genommen. Die Werke waren geschlossen, allen voran unser Werk Chengdu in China, das als aller Erstes betroffen war. Der Großteil unserer Fahrzeuge wird jedoch in Schweden oder Belgien gebaut. Hier wurden die Werke nach und nach wieder hochgefahren. Ich glaube, jeder der auf seinen Volvo gewartet hat, hat verstanden, warum. Derzeit sind wir wieder im Normalbetrieb angelangt und wir tun unser Bestes, um die Produktionsausfälle aufzuholen.

30. Juli 2020