Inspiration

Abenteuer pur: Urlaub ohne Pause in der Area 47

In der Area 47 übernachtet man in Holz-Lodges im Naturschutzgebiet und erlebt den totalen Thrill: Im Wasserpark, den CNN zu den besten vier der Welt zählt, kann man mehr als 40 Sportarten machen - und an seine Grenzen gehen. Heidi List machte mit ihren Söhnen den Selbstversuch.

Heidi List2. September 2022 No Comments

Meine zwei Buben, 9 und 13 Jahre alt, hatten eine Vorgabe: sie wollten den „Urlaub ohne Pause“. Darüber wurde einige Zeit nachgedacht – und die perfekte Destination dafür schien uns die Area 47. Dort war es schön, ein 9.5 Hektar großes Areal im Naturschutzgebiet sogar. Es gab Übernachtungsmöglichkeiten im Park für an die 400 Leute in netten Holz-Lodges und in Doppelzimmern.

Und:  es gab mehr als 40 Angebote an Sportarten, um Spaß zu haben. Und zwar in der Luft, zu Lande und nicht zu Letzt: im Wasser. Denn: überall wo Wasser ist, macht es Kinder Freude , und man liest, es ist laut CNN einer der Top 4 der besten Wasserparks der Welt. Ersonnen und eröffnet wurde das 2010 vom Tiroler Outdoor-Pionier Hans Neuner, die Area 47 hat 2012 sogar den österreichischen Innovationspreis für Tourismus gewonnen. Verdient, stellte sich heraus. Was ich wollte war, dass die Kinder Spaß haben. Zwei, drei Tage nur Gaudi. Was ich nicht erwartete war, wie unglaublich viel Spaß ich selber haben würde.

Hochseilklettern und Bungee Jumping unter einer 27 Meter hohen Brücke

Schon die Zufahrt ist spektakulär. Wenn man vom Ort Ötztal die Serpentinen hinunterfährt ist die Area 47 pittoresk in einer Art Becken gelegen. Atemberaubend gleich bei der Rezeption ist die 27 Meter hohe Brücke, direkt darunter kann hochseilgeklettert werden. Es gibt auch eine Megaschaukel für den, der sich traut (ich nicht). Die Kinder waren noch zu jung für den Thrill.

Wir wurden von der Crew sehr freundlich und wirklich geduldig eingewiesen, denn es gab unendlich viele Fragen der Kinder

Wir hatten die Qual der Wahl. Die Water Area bot Blobbing an, einen riesen Rutschenpark, unter anderem mit einer der steilsten Rutschen Europas,  mit Sprungtürmen in verschiedenen Höhen, bis zu zehn Meter. Und dann gab es noch den gigantischen 27 Meter Turm und ich war ziemlich froh, dass der nur für Profis war, den Kinder wäre der auch noch cool vorgekommen.  Es gab Cannonball und man wurde spektakulär aus einer Art Kanone geschossen, eine Water Ramp, Splash Track und vieles mehr. Während die Kinder aberhundertmal gerutscht, geflogen und gesplashed sind, habe ich  von der gemütlichen Restaurantterrasse aus zugesehen.

Dann wurde es ernst und wir waren eingeteilt zu Rafting am Inn. Familientauglich hat es geheißen. War es auch, aber trotzdem hat man dazwischen einen Affenzahn mit dem Boot bekommen. Langweilig war es wirklich nicht. Wir waren in zwei Gruppen unterwegs mit jeweils zehn Leuten.  Natürlich gab es den Wettbewerb, wer schneller den Inn hinunterfetzt – es ist dann dahingehend ausgeartet, wer sich öfter in den Fluss köpfeln traut. Denn trotz des Neoprenanzugs konnte es schon kühl werden. Fand ich. Den Kindern war’s egal.

Das Quartier war urig, ein einfaches Zimmer, spektakulär nahe an der Ötztaler Ache gebaut. Das Rauschen hat sich später als die beste Einschlafmediation alles Zeiten herausgestellt, oder aber es lag doch an dem Programm, dass wir absolvierten, das schon früh am Abend zumindest bei uns alles ruhig war.

2. September 2022