Inspiration

Bana Alabed wünscht sich Frieden

Ein kleines Mädchen, das sich für seine Heimatstadt Aleppo groß macht und sich Frieden wünscht. Im Frühjahr 2011 begannen in Syrien gewaltsame Unruhen gegen die Regierung. Aus anfangs friedlichen Demonstrationen entstand ein Bürgerkrieg. Der Krieg begann mit Protesten gegen den Herrscher Baschar al-Assad. Daraufhin bombardiert Diktator Assad die eigene Bevölkerung, ebenso werden Zivilisten vom IS und von Rebellenmilizen angegriffen. Unzählige Menschen werden getötet. Millionen Menschen fliehen aus Angst vor der Gewalt und suchen Schutz in anderen Ländern

Luisa Gavira30. Juli 2019 No Comments
aleppo ooom magazine

bana alabed ooom magazine

Zusammen mit ihrer Familie floh sie aus dem Krisengebiet und konnte in Sicherheit gebracht werden. Sie ist in dem Dokumentarfilm „Last Men in Aleppo“ zu sehen und war zu Gast auf dem roten Teppich der Oscar-Verleihung. Sie war sogar für den Film in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für den Oscar nominiert. Mit ihrem Auftritt bei den Oscars berührte sie viele Menschen und hatte eine klare Botschaft: „Nie wieder Krieg.“

Nach und nach kamen aber immer mehr Zweifel auf, ob die Tweets wirklich von der kleinen Bana stammen, oder ob es sich um eine gezielte Propagandakampagne von syrischen Rebellen handelt. Einige Widersprüche und Tatsachen, führten dazu, dass immer mehr Kritiker überzeugt davon sind, dass es nicht Bana Alabed ist, die hier twittert. Die Mutter des Mädchens habe ihr beim Formulieren und Übersetzen geholfen, der Inhalt stamme aber von Bana, hieß es. Nur sei das Geschriebene in einem fehlerfreien Englisch verfasst worden, was eher einem Muttersprachlerniveau entsprach, als den bescheidenen Englisch-Kenntnissen der Mutter. Zweifel, die berechtigt sind. Denn wichtig ist, dass man kritisch bleibt und nicht alles glaubt, was in den Medien verbreitet und gezeigt wird. Genauso wichtig ist es, nicht wegzuschauen und Menschen in Not zu retten bzw. ihnen zu helfen, sofern möglich.

 

30. Juli 2019