Meet Your Star

Carlos Marin: Mister Sandman

Carlos Marín hat mit „Il Divo“ über 40 Millionen Alben verkauft, war Nummer 1 in den US- und UK-Charts und hat mit seinem Crossover-Quartett weltweit über 160 Gold- und Platin-Auszeichnungen bekommen. Auf MEET YOUR STAR können Sie nun persönlich mit dem spanischen Charmeur, der in Deutschland aufgewachsen ist, sprechen oder eine Videogrußbotschaft von ihm buchen – ideal für Geburtstage, Jubiläen und als Weihnachtsgeschenk. In OOOM spricht Marín, dessen Gesangslehrer die Klassik-Weltstars Montserrat Caballé und Alfredo Kraus waren, über seinen Entdecker Simon Cowell, seine Kindheit in Deutschland, seine Spiritualität – und warum er „Vader Abraham“, der „Das Lied der Schlümpfe“ sang, seine Karriere verdankt.

Julia Rous19. November 2021 No Comments

Sie werden im November wieder auf die Bühne gehen, eine „Il Divo“-Welttournee steht auf dem Programm. Haben Sie das Publikum vermisst?
Oh ja, absolut. Seit die Pandemie ausgebrochen ist, war es eine ziemlich schwierige Zeit, wir waren etwa anderthalb Jahre nicht auf der Bühne, und im kommenden November fangen wir endlich wieder an. Wenn man ein Künstler ist, will man einfach auf der Bühne stehen.

Simon Cowell, Erfinder von „America‘s Got Talent“, hat Sie damals zu „Il Divo“ geholt.
Ich sang gerade die Oper „La Bohème“ in Dublin und mein Manager schickte mich zu einem Vorsingen, wo es zu meiner Überraschung eine lange Schlange von Leuten gab. Ich stellte mich in die Reihe, sang schließlich vor und bekam etwas später die Nachricht, dass sie mich gerne für das Projekt hätten. Ich sagte Nein. Doch dann rief mich Simon Cowell an und lud mich nach London ein. Ich wusste damals nicht, wer er war. Er erfand ja später „America‘s Got Talent“ und die großen Castingshows und war ein weltweit erfolgreicher Produzent. Simon überzeugt mich, aber ich blieb skeptisch: „Lass es uns versuchen.“ Ich erwartete mir ehrlich gesagt nichts. Und plötzlich ging „Il Divo“ durch die Decke und wir verkauften bis heute 40 Millionen Tonträger. Uns gibt es seit 16 Jahren.

Sie sind in Deutschland geboren und aufgewachsen.
Mein Vater war Supervisor des Sheraton Hotels Frankfurt und wir wohnten in Walldorf, rund 14 Kilometer von der Großstadt entfernt. Ich bin in eine deutsche Schule gegangen, es war großartig. Freunde meiner Eltern aus den Niederlanden hörten mich bei einem Besuch singen und meinten, ich hätte Talent.

Mit acht Jahren nahmen Sie Ihre ersten Songs auf.
Ja, mit dem niederländischen Sänger und Produzenten Pierre Kartner, den Sie als „Vader Abraham“ kennen. Sein „Lied der Schlümpfe“ war ein Riesenhit. Als ich 13 war, gingen wir dann zurück nach Madrid, ich lernte Piano, nahm an Gesangswettbewerben teil und meine Karriere ging los. 

Download von www.picturedesk.com am 06.10.2021 (15:12).
Multinational classical crossover vocal group Il Divo performs in O2 arena in Prague, Czech Republic, May 30, 2016. (CTK Photo/Veronika Simkova) – 20160530_PD8955 – Rechteinfo: Rights Managed (RM)

Einerseits sangen Sie an Opernhäusern, andererseits haben Sie Musicals wie „Les Misérables“ gemacht und auch in Disney-Filmen gesungen?
Ja, ich hatte auch die Gelegenheit, Popmusik zu machen, als ich noch viel jünger war. Ich erinnere mich zum Beispiel an „Die Schöne und das Biest“, das war eine schwierige Rolle, weil ich eineinhalb Stunden lang geschminkt wurde und wir manchmal zwei Shows an einem Tag hatten. Für die zweite Show musste ich wieder dieses Make-up tragen und konnte dazwischen nicht rausgehen. Im Musiktheater kann man flüstern, weil man mit einem Mikrofon singt. Aber in der Oper muss man seine Kraft zeigen und man muss nach vorne singen. 

Woher nehmen Sie all Ihre Inspiration, haben Sie besondere Vorbilder?
In der Klassik war ich ein großer Fan von Mario Lanza und Luciano Pavarotti, in der Popmusik von Tom Jones. Tom Jones, Frank Sinatra – diese Art von Musik habe ich immer gehört. Als ich Lanza im Film „Der große Caruso“ sah, war ich sechs Jahre alt und wusste: Das mache ich auch. Dann habe ich einfach nicht mehr aufgehört zu singen. Wenn ich meine eigenen Produktionen mache, dann mache ich eine Art Las-Vegas-Show,  eine Mischung aus Tom Jones, Frank Sinatra und Elvis Presley. Ich war auch ein großer Fan von Michael Jackson und Queen.

„Il Divo“ besteht aus vier verschiedenen Charakteren, sind Sie auch privat befreundet?
Ich weiß noch, wie Simon Cowell, der uns zusammenbrachte, sagte: „Okay, Leute, ihr werdet die nächsten zehn, fünfzehn Jahre lang Freunde sein. Stellt euch darauf ein.“ Der Anfang war natürlich schwierig, weil wir alle aus verschiedenen Ländern kommen: ein Spanier, ein Franzose, ein Schweizer, ein Amerikaner, die Temperamente waren alle unterschiedlich. Aber nachdem wir nun schon so viele Jahre zusammen sind, haben wir eine erstaunliche Beziehung zueinander entwickelt. Wir sind wie eine kleine Familie, wir sprechen viel und haben viel Spaß.  

Sind Sie ein spiritueller Mensch? Meditieren Sie manchmal?
Ja, ich meditiere viel, weil das die einzige Möglichkeit ist, sich wirklich zu entspannen. Ich bin sehr spirituell, und manchmal praktiziere ich auch den Buddhismus. Man konzentriert sich auf das, was man haben will, und am Ende kann man es bekommen. Was auch immer du im Kopf hast, was auch immer du erreichen willst, du wirst es erreichen, sobald du wirklich daran glaubst. 

Mit „For Once In My Life“ machen Sie eine Motown-Show und singen Songs wie „Ain‘t No Mountain High Enough“. Nächsten Januar starten wir damit. Im Moment fangen wir mit einer Weihnachts­tournee an. Wir fangen auf den Kanarischen Inseln an und gehen dann nach England, Portugal, Spanien und nach Weihnachten mit der neuen Show nach Amerika. 

SPRECHEN SIE JETZT LIVE MIT CARLOS MARIN AUF MEET YOUR STAR ODER BUCHEN SIE EINEN
VIDEOGRUSS VON IHM:

www.meet-your-star.com

19. November 2021