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Connected – Wir sind alle miteinander verbunden

Seit über 20 Jahren geht Professor Roger Nelson von der Princeton University einer einzigen Frage nach: Gibt es ein globales Bewusstsein? Sind wir alle mitei­nander verbunden? Der Gründer des „Global Consciousness Project“, dem über 100 Wissenschaftler aus aller Welt angehören, kommt zu einem eindeutigen Schluss: „Ja, wir sind miteinander verbunden. Daran gibt es keinen Zweifel mehr.“

Georg Kindel16. Mai 2017 No Comments
Wir sind alle miteinander verbunden. An der Eliteuniversität in Princeton kam man nach 20 Jahren Forschung zum Schluss: „Es gibt ein kollektives Bewusstsein“.

Der 30. August 1997 war ein warmer Sommertag in New Jersey. Es hatte zu Mittag 27 Grad Celsius, ein leichter Südwestwind mit knapp 10 Stundenkilometern sorgte für eine angenehm frische Brise. Princeton-Professor Roger Nelson saß an seinem Schreibtisch und schrieb an einem Manuskript zum Thema globales Bewusstsein. Es war kurz vor acht Uhr abends, als die ersten Nachrichten kamen: Prinzessin Diana sei bei einem Autounfall in Paris schwer verletzt worden, der Zustand dramatisch, Näheres wisse man noch nicht. In Paris war es zu diesem Zeitpunkt bereits fast zwei Uhr früh am 31. August, die TV-Sender hatten bereits ihre Kameras vor der weiträumig abgesperrten Pont de l’Alma, jener Brücke, die über die Seine führt und in deren Tunnel sich der Unfall ereignete, platziert. Diana war anscheinend im Rettungswagen wiederbelebt worden, der nun mit Polizeibegleitung in das Krankenhaus Pitié-Salpêtrière raste.  Menschen auf der ganzen Welt versammelten sich, um für Diana zu beten. Sie war eine außergewöhnliche Frau, eine starke Persönlichkeit, die als Erste im Hause Windsor brillant verstand, wie man die Medien für sich instrumentalisieren kann. Vor allem aber war sie eine Persönlichkeit, die ihre Popularität nutzte, um sich für wichtige humanitäre Projekte wie die Verbannung von Landminen einzusetzen. Die Menschen liebten sie, umso mehr löste ihr tragischer Unfall nun Angst, Trauer und eine Welle von Emotionen aus. Es sähe „nicht gut aus“, sagte der Reporter vor Ort. Während Prinzessin Diana noch um ihr Leben kämpfte, sah man bereits Bilder aus aller Welt, wo sich Menschen an verschiedenen Plätzen versammelten, für sie beteten, Blumen niederlegten und Kerzen anzündeten. In dieser Situation zwischen Angst und Hoffnung wurde Prof. Nelson klar, dass dies einer jener raren Momente sein muss, wo die ganze Welt vereint ist in ihrer Sorge um eine außergewöhnliche Frau.

Das Labor in Princeton.

Seit den ersten Experimenten am Princeton Engineering Anomalies Research Lab (PEAR), das Nelson leitete, war er überzeugt, dass es ein globales Bewusstsein gibt, das Menschen vereint. In außergewöhnlichen Situationen ist es eindeutig messbar. Wenn, dann war genau jetzt der Augenblick gekommen, um dieses globale Bewusstsein wissenschaftlich nachweisen zu können. Der Zufallsgenerator in Princeton bestätigte das Gefühl: „Die Abweichungen waren ausgeprägt“, erinnert sich Roger Nelson im OOOM-Gespräch, „mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 100.“ Das war nicht mehr nur signifikant, es war eindeutig: Millionen Menschen waren in diesem Moment in ihrer Angst vereint, und was immer sie gerade taten, ob sie bangten, beteten oder hofften: sie waren anscheinend global miteinander verbunden.

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