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Daulatdia: Eines der größten Bordelle der Welt

Mädchen und junge Frauen in der Ausweglosigkeit. Das kleine Dorf „Daulatdia“ befindet sich ca. 100 km westlich von Dhaka der Hauptstadt von Bangladesch, und ist für sein Bordell bekannt. Bangladesch ist eines der wenigen muslimischen Länder der Welt, das die Prostitution duldet. Mehr als 1500 Frauen arbeiten hier Tag und Nacht.

Luisa Gavira17. April 2019 No Comments
Daulatdia-ooom-magazin-bordell

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Rechte haben sie keine, nur Schulden, die sie abzahlen müssen. Sie dürfen das Bordell nicht verlassen und ihren gesamten Verdienst müssen sie abgeben, bis die Schulden ihrer Familien beglichen sind. Sie kriegen Essen und einen Schlafplatz, das war’s. Erst wenn die Schulden abbezahlt sind, was Schätzungen von Hilfsorganisationen nach, in etwa fünf Jahren der Fall ist, dürfen sie unabhängig Geld verdienen. Allerdings bleiben die meisten Frauen, denn selbst als Ex-Prostituierte ist es für sie kaum möglich eine Familie zu gründen, denn kein Mann will eine „Hure“ als Frau haben. Es gibt kaum einen Ausweg. Sie befinden sich in einem Teufelsreis. Das Geld, das sie verdienen, müssen sie teilweise abgeben oder zahlen davon Medikamente um ihre Sucht zu befriedigen. Die Wenigsten schaffen es daraus zu kommen. Von der Gesellschaft missachtet und abgestempelt blüht ihnen kein schönes Leben, selbst wenn sie es aus der Prostitution schaffen. Da viele Frauen schwanger werden, kommen viele Kinder im Bordell auf die Welt. Sie kennen nichts anderes, werden in diese Welt hineingeboren. Da es für die alleinstehenden Frauen schwierig ist, die Familie zu ernähren, müssen auch die jüngsten Töchter schon früh anfangen, um ihre Mütter beim Geld verdienen zu unterstützen. Eine normale Kindheit kennen sie nicht. Dank Hilfsorganisationen können diese Kinder wenigstens in die Schule gehen, denn in den normalen Schulen werden sie nicht toleriert.

Die Kinder von Prostituierten gehen auf eine für sie geschaffene Schule, isoliert von Kindern von Nicht-Prostituierten. Sie werden von den anderen nicht akzeptiert und schändlich betrachtet.

Die Schule wurde von Hilfsorganisationen aufgebaut, um auch diesen Kindern eine Schulbildung bieten zu können. Dennoch müssen auch schon die jüngsten Mädchen mit zehn Jahren anfangen ihren Körper zu verkaufen. Sie haben keine andere Wahl! Die jungen Mädchen müssen sich Männern hingeben und alles über sich ergehen lassen. Bis zu 20 Männer täglich ist keine Seltenheit. Wie grauenvoll das Leben der Mädchen sein muss, ist kaum vorzustellen. Ein Kampf, der sie täglich auf’s Neue herausfordert.

17. April 2019