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Die Insel der Götter

Sie ist die bekannteste Insel Indonesiens und wird auch „Insel der Götter” genannt. Bali – ein Traumparadies für Genießer, Freigeister und für Menschen, die mehr als die perfekte Welle suchen: Mit einem Hauch von Schwermut und dem Blick auf atemberaubende Sonnenuntergänge fällt ein Abschied schwer. Denn wer einmal dort war, möchte nicht mehr weg.

Jessica Schreckenfuchs-Vallant5. Juli 2017 No Comments
Einer der schönsten Tempel Balis: der Tempel Tanah Lot. (Foto: shutterstock.com / Zephyr_p)

Es braucht mehr als nur ein paar Worte, um Bali zu beschreiben. Nach einem 16-stündigen Flug aus Wien auf der Götterinsel angekommen, befindet man sich mitten im tropisch-warmen Klima, umringt von Palmen, Reisterrassen und kilometerlangen weißen Traum­stränden. Und dazu braucht man nicht einmal besonders weit zu fahren. Das Tropen­klima begrüßt einen schon auf dem Ngurah Rai Flughafen in Denpasar.

Dank Klimaanlage in den klassischen Bluebird-Taxis ist die Fahrt vom Flughafen zum Hotel angenehm kühl, allerdings steht man zu jeder Tages- und Nachtzeit im Stau. Bali ist mit seinen 4,3 Millionen Einwohnern für zähen Verkehr bekannt, der neben unzähligen Mopeds, Taxis und Cidomos – den Pferdekutschen, die den Touristen am Abend das Leuchten und Treiben der Stadt zeigen – das Inselleben auch abends noch zum Glühen bringt. An Verkehrszeichen oder Ampeln hält sich dabei kaum jemand. Vorfahrt hat, wer länger auf dem Gaspedal bleibt.

Ein neuer Tag beginnt.

Und damit auch eine Fülle an Aktivitäten, die einem gleich nach Verlassen des Hotels zahlreich angeboten werden. Ob Speedboot fahren, Tauchen, Surfen, eine Reisfeldwanderung, der Besuch heiliger Tempel oder ein Tagesausflug in den heiligen Affenwald, Langeweile gibt es nicht. Neben Traumstränden bietet Bali auch große Bergmassive, die meist vulkanischen Ursprungs sind. Der Vulkan Gunung Agung ist mit 3.031 Metern der höchste. Die Balinesen halten ihn für den Sitz der Götter. 1963 brach er zum letzten Mal aus, heute ist er beliebtes Ausflugsziel. Vom Tempel Pura Besakih, einem hinduistischen Heiligtum und dem Muttertempel aller Tempel der Insel, führt die schönste Route zum Gipfel. Die Tempelanlage aus dem 8. Jahrhundert mit mehr als 200 Gebäuden und mehrstufigen Tempeltürmen ist schon alleine eine Reise wert.

Magische Energie.

Die facettenreiche Kultur Balis findet man überall und in jedem Bereich: in den kleinen Cafés, die es an jeder Ecke gibt. In den bunt schillernden Tropenpflanzen, die einen zum Staunen bringen. In den imposanten Tempelfiguren und –anlagen, die zum In-sich-Kehren und Schweigen einladen. Und in den Gesichtern der Einheimischen, die einen immer freundlich anlächeln und grüßen und automatisch zum Zurücklächeln animieren. Dafür ist Bali berühmt. Für seine unentwegte Freundlichkeit und Offenherzigkeit. 92 Prozent der Balinesen sind Hindus. Ihre Vebundenheit zur Tradition ihres Glaubens spürt man überall auf der Insel, die eine magische Energie umgibt. Auf Bali gibt es Heiler und Schamanen, die nach uralten überlieferten Formeln praktizieren und erstaunliche Dinge können. Die Praxis des Meditierens gehört zum Alltag. Bali hat für jeden Besucher einiges zu bieten.

Ab aufs Brett, raus ins Meer.

Bali zählt zu den weltweit besten Tauchgebieten. Früher vor allem für wunderschöne ausgedehnte Korallenriffe und als Paradies der Taucher und Schnorchler bekannt, ist die Insel im Indischen Ozean heute ein beliebtes Reiseziel für Surfer und alle, die es werden möchten. Bei Sonnenaufgang, wenn das Meer von Touristen noch unberührt und das Wasser angenehm ruhig ist, surft man relaxt auf einer Welle ganz für sich alleine.

Mit einem Moped ausgerüstet, lassen sich die kilometerlangen weißen Traumstrände von Kuta, Sanur, Nusa Dua, Legian und Seminyak schnell und unkompliziert abfahren. Praktischerweise sind viele Mopeds mit Seitenhalterungen für die Surfbretter ausgerüstet, die einen Tagesausflug zu den besten Beach Breaks leicht machen, stets auf der Suche nach der nächsten großen Welle. Auf Bali gibt es fast überall Surf­möglichkeiten, da die Insel das erste Land in Asien war, in dem gesurft wurde.

Den klassischen Surfspot am Balian Beach sollte man keinesfalls auslassen. Sind die Wellen gerade flach, fährt man einfach ein paar Minuten weiter zum nächsten Strand. Das perfekte Programm, um den Tag zu starten, bevor die Tropensonne die Insel aufheizt.

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