Lifestyle & Travel

Die Insel der Götter

Sie ist die bekannteste Insel Indonesiens und wird auch „Insel der Götter” genannt. Bali – ein Traumparadies für Genießer, Freigeister und für Menschen, die mehr als die perfekte Welle suchen: Mit einem Hauch von Schwermut und dem Blick auf atemberaubende Sonnenuntergänge fällt ein Abschied schwer. Denn wer einmal dort war, möchte nicht mehr weg.

Jessica Schreckenfuchs5. Juli 2017 No Comments

Uluwatu ist der ­Surf-Hotspot auf Bali – aufgrund des Riffs allerdings nur für Fortgeschrittene. Wer die Technik noch nicht perfekt beherrscht, übt einfach an den traumhaften Sandstränden Kutas. (Foto: Anantara Uluwatu Bali)

Die Nacht der Tänze.

Genau um diese Uhrzeit, wenn die Sonne die Bühne der Nacht freigibt, ist die Insel bereit für ihre traditionelle balinesische Musik, gespielt von den berühmten Gamelan-Ensembles mit ihren Xylophonen, Glockenspielen und Gongs. Auf Bali findet man in etwa 5.000 Gamelangruppen, die regelmäßig ihre fast religiös anmutenden Aufführungen und Zeremonien abhalten. Nur wenige der Gamelangruppen sind für Touristen aktiv. Wer dieses farbenfrohe Tanzspiel dennoch nicht verpassen möchte, ist in Ubud richtig.

Im Herzen Balis.

Ubud, das Herz der Insel im Landesinneren, ist der kulturelle Hotspot Balis. Neben dem Affenwald ist Ubud vor allem für seine Kunstszene und die Vielzahl an Galerien bekannt – stets inspiriert von der atemberaubenden reichen Kultur Ubuds.

Ein Abstecher in den berühmten heiligen Affenwald lohnt sich allemal. Nicht nur der Javaneraffen wegen – einer Gattung der Makaken, die sich besonders gerne besonders oft lieben und den Parkbesuchern Flaschen, Sonnenbrillen und natürlich Bananen stehlen –, sondern vor allem wegen des jahrhundertealten Nationalparks.
Über hundert Arten von Bäumen, Wurzeln und Pflanzen sind dort beheimatet. Wasserfälle, Tempel und kunstvoll gestaltete Brücken sind nicht nur für die Makaken eine beeindruckende Kulisse, die Wasserquellen beinhalten heiliges Wasser, die den Ort in eine eindrucksvolle und magische Atmosphäre hüllen.

Hotspots auf Bali gibt es viele. Das Matahari Beach Resort & Spa im Nordwesten der Insel gehört seit zwei Jahrzehnten zu den exklusiv­sten Unterkünften der Insel. Die heißen Quellen in Banjar Air Panas, mitten im Dschungel, sorgen mit ihren 38 Grad für totale Entspannung und mit ihrem schwefelhaltigem Wasser für wohltuende Regenaration. Auch der Pura Tanah Lot Tempel aus dem 16. Jahrhundert ist einen Ausflug wert, denn er befindet sich auf einem Felsen, der bei Flut vom Festland abgeschnitten ist und nur bei Ebbe erreicht werden kann.

Bali entdeckt man unweigerlich jeden Tag aufs Neue. Die Insel hat ihre eigene Magie, die wie ein Chamäleon jeden Tag eine andere eigene Aura einnimmt. Wer sie erkundet, verliebt sich von der ersten Stunde an und verspürt unweigerlich Melancholie, denn jede Reise hat letztendlich auch ein Ende. Diesen besonderen Esprit, das charismatische Etwas, diese Unbeschwertheit und Gelassenheit allerdings, die bleiben. Ewig.

5. Juli 2017