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Florian Sengstschmid: Take another look

Seit dem Eurovision Song Contest 2012 spielt der Tourismus in Aserbaidschan eine große Rolle und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung des Landes. Mit der Kampagne „Take Another Look“ will der Tourismusverband die Besucher in die reiche kulturelle Geschichte des Landes eintauchen lassen und außergewöhnlichen Naturlandschaften internationale Aufmerksamkeit schenken. OOOM sprach mit dem CEO des Azerbaijan Tourism Board, dem Österreicher Florian Sengstschmid.

Christina Zappella-Kindel10. Oktober 2019 No Comments
florian sengstschmid aserbaidschan

Die Landschaft Aserbaidschans ist vielfältig. Was ist der beste Weg, um die Vielfalt des Landes zu erkunden?

Ich empfehle die Reise durch Aserbaidschan in der Hauptstadt Baku zu beginnen, um den Kontrast zwischen Alt und Neu sowie die extravagante Atmosphäre der Stadt hautnah zu erleben. Mit dem Wechsel jeder Saison ergeben sich neue Gelegenheiten, neue Erfahrungen zu sammeln, sei es im Frühling zum Wandern in den Ausläufen, im Sommer am Kaspischen Meer zu entspannen oder im Winter aufregende Skitouren zu unternehmen.

Für welche kulinarischen Schätze ist Aserbaidschan besonders bekannt?

Das Interessante an Aserbaidschan ist, dass jede Region für ein bestimmtes Produkt bekannt ist. Beispielsweise kommen die besten Kartoffeln aus Gadagy, die fruchtigsten Granatäpfel aus Goychay oder die schmackhaftesten Haselnüsse von der Absheron-Halbinsel, von wo auch das Wiener Unternehmen Manner seine Nüsse bezieht.

Mit der Organisation des Eurovision Song Contest 2012 schaffte es Aserbaidschan auf das Radar der Fernsehzuseher weltweit.

Das war ein perfekter Ausgangspunkt, denn es war die erste richtige Chance für Aserbaidschan, sich nach der Wirtschaftskrise und dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Welt zu zeigen. Die Besucherzahlen sind seit 2012 maßgeblich gestiegen und steigen weiterhin kontinuierlich.

Woher kommen die meisten Touristen?

Unser „Land des Feuers“, wie wir es liebevoll bezeichnen, begrüßte 2018 Gäste mit über 190 verschiedene Nationalitäten. Die Mehrheit der Touristen kommt aus den nahe gelegenen Ländern wie Russland, Georgien, aus der Türkei, Israel oder dem Nahen Osten.

Was macht Aserbaidschan einzigartig?

Man könnte die „Perle des Kaukasus“ als eine wahre Verschmelzung von Osten und Westen bezeichnen, die mit natürlicher Schönheit gesegnet ist. Die modernen architektonischen Wunder, die reiche mittelalterliche Geschichte, die UNESCO- Weltkulturstätten und all die überraschenden Geschichten, wie das Erbe der deutschen Dorfbewohner, die sich hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts niederließen. Dazu kommen die herausragenden Basare, Strände, die Weinkultur, Spas und Jazzclubs. Aserbaidschan ist mit Sicherheit der ideale Zufluchtsort für Reisende aus aller Welt.

Unser „Land des Feuers“, wie wir es liebevoll bezeichnen, begrüßte 2018 Gäste mit über 190 verschiedene Nationalitäten. Die Mehrheit der Touristen kommt aus den nahe gelegenen Ländern wie Russland, Georgien, aus der Türkei, Israel oder dem Nahen Osten.

Versucht sich Aserbaidschan zunehmend als Sportstätte von Weltrang zu etablieren? Beispiel: Der Große Preis von Baku.

Aus der Sicht des Tourismus ergeben sich daraus klare Vorteile. Die Austragung dieser und weiterer Veranstaltungen hat zu einer vollständigen Überarbeitung der Infrastruktur geführt, da die Straßen und Verkehrsmittel dramatisch verbessert und erstklassige Hotels und Stadien gebaut wurden, was Baku zu einem idealen Standort für internationale Veranstaltungen macht, unabhängig davon, ob es sich um Sport-, Geschäftsveranstaltungen oder sogar um Hochzeiten handelt.

Was ist die nationale Strategie im Hinblick auf den Tourismus?

Der Tourismus spielt in Aserbaidschan eine große Rolle. Die Branche hat sich in den letzten zehn Jahren stark entwickelt. Wir sind bestrebt, die Dynamik fortzusetzen und die Branche wachsen zu lassen, indem wir Kampagnen wie „Take Another Look“ launchen, um Reisende einzuladen, einen genaueren Blick auf Aserbaidschan und alle seine Facetten zu werfen.

www.azerbaijan.travel

10. Oktober 2019