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From Star to Dust

Es ist die zurzeit faszinierendste Ausstellung New Yorks: Das Brooklyn Museum erinnert noch bis zum 15. Juli mit „David Bowie is“ an das exzentrische Leben eines Künstlers, der mit Major Tom oder Ziggy Stardust Musikgeschichte schrieb. 60 Original-Kostüme aus seiner Karriere, Videos, Instrumente, persönliche Notizen, handschriftliche Aufzeichnungen und multimediale Installationen führen die Besucher auf eine schillernde Zeitreise, bei der man sich unweigerlich fragt: Warum war ich nicht dabei?

DEBORAH HEISS 8. Juni 2018 No Comments

Es ist eine schillernde Zeitreise in die Historie der Popmusik und das exzentrische Leben eines Künstlers, der sich zur Kunstfigur stilisierte, Konformität und Normen des Musikbusiness missachtete und sich selbst nach einem minutiösen Masterplan inszenierte, wie es keiner vor und nach ihm mehr konnte: „David Bowie is“ im Brooklyn Museum in New York ist die zur Zeit beste Ausstellung New Yorks.

Bowies Nachlass. Mit persönlichen Aufzeichnungen und Notizen, Storyboards, Videos, Bildern, Original-Outfits, Musikinstrumenten und multimedialen Installationen aus dem Nachlass Bowies ist der kreative Prozess seines Schaffens erstmals nachvollziehbar. Bowie, der mit seiner Musik ganze Generationen beeinflusste, überließ nichts dem Zufall. Er plante jeden noch so kleinen Aspekt seiner Karriere selbst. Und erfand sich permanent neu.

Multimediales Ereignis. „David Bowie is“ ist ein visuelles und akustisches Erlebnis, bei dem rund 500 Objekte zu bestaunen sind, die größtenteils aus seinem persönlichen Besitz stammen. Die Reise in die Vergangenheit wird in 26 Bereiche eingeteilt, die man – ausgestattet mit Sennheiser-Kopfhörern – Schritt für Schritt durchschreitet. Zu jedem Relikt seiner Karriere werden die passende Musik, Interviews oder Soundbytes eingespielt. Die überdimensionalen Multimedia-Installationen mit Videos, TV Mitschnitten und Filmclips zeigen bekannte Szenen sowie Raritäten und seltene Aufnahmen seiner Live-Shows.

Chamäleon. Über 60 seiner maßgeschneiderten Kostüme sind im Original zu bestaunen, darunter extravagante Stücke des Designers Kansai Yamamoto, androgyne Outfits und ausgefallene Schuhkreationen.

Auch die Notizbücher zu seinem letzten Album „Blackstar“ werden ausgestellt, ebenso 85 handgeschriebene Lyrikblätter.

Noch nie zuvor war man Bowie so nah.

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