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Gloryfy: Unzerbrechliche Brillen

Der Österreicher Christoph Egger erfand die unzerbrechliche Brille und erzeugt sie im Tiroler Zillertal für den Weltmarkt. Der patentierte Spezialkunststoff NBFX geht auch nach noch so starker Verformung in die Ausgangslage zurück. Auslöser für den Quereinsteiger, mit gloryfy den Brillenmarkt zu verändern, war der Sportunfall eines Freundes, der sich schwer am Auge verletzte.

Claudia Ohswald9. Oktober 2019 No Comments
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Wie kamen Sie auf die Idee, eine unzerbrechliche Brille zu erfinden?

Ich war Quereinsteiger: vom Einzelhandelskaufmann zur Kunststoffproduktion. Der Auslöser zur Entwicklung unzerbrechlicher Brillen war ein Sportunfall eines Freundes, bei dem sich dieser schwer am Auge verletzte. Die Entwicklung unserer unzerbrechlichen Brillen bis zur Serienproduktion war eine riesige Herausforderung. Sowohl das Material als auch der Produktionsprozess waren komplettes Neuland in der Brillenwelt.

Was macht Ihre Brillen unzerbrechlich?

Unsere Brillen werden aus dem innovativen und patentierten Spezialkunststoff NBFX produziert und gehen auch nach noch so starker Verformung immer wieder in die Ausgangslage zurück. gloryfy-Brillen sind absolut bruch- und airbagsicher, unzerbrechlich beim Sport, im Alltag und auf Reisen. „Unbreakable“ ist allerdings nicht gleichzusetzen mit „undestroyable“. Bei unsachgemäßer Behandlung und mutwilliger Zerstörung der Brille übernehmen wir keine Garantie.

Die gloryfy- Lifestyle- Kollektion trifft man regelmäßig auf den roten Teppichen und Bühnen dieser Welt an.

Wo werden die gloryfy-Brillen hergestellt?

Entwickelt, gestaltet, produziert und täglich getestet werden die Brillen von unserem Team inmitten der Alpen im Tiroler Zillertal: einzigartig, innovativ, preisgekrönt und mit einer Unmenge an Herzblut in jedem einzelnen Produkt. Wir haben dort die Fläche für unser Labor und später dann für die Produktion bekommen. Mittlerweile arbeiten über 20 Leute in der Produktionsabteilung.

Welches Feedback bekommen Sie auf Ihre Innovation?

Ob das nun ein Radfahrer ist, den ich zufällig in der Stadt sehe, oder ein Promi im TV, der eine Brille von uns trägt: Ich freue mich über jede gloryfy-Brille, die einen Besitzer gefunden hat. Extremsportler wie Heikki Sorsa oder Fabian Bösch schwören seit Jahren auf die innovativen Brillen aus dem Hause gloryfy. Bestes Beispiel für Feed­back, das unter die Haut geht: „Eure Brille hat mir bei einem Unfall das Augenlicht gerettet.“ Das bewegt mich sehr. Unsere Modelle trifft man bereits regelmäßig auf den roten Teppichen und Bühnen dieser Welt an: Xavier Naidoo, Robbie Williams, Marteria, Camo & Krooked, Bernhard Aichner, Marlon Roudette, Andreas Bourani, Jürgen Vogel, Christina Stürmer oder Trettmann sind nur ein paar der Namen, die bereits mit einer „unbreak­able“ auf der Nase gesichtet wurden.

Wo finden Sie Ihre Inspiration für solche Produkte?

In den meisten Fällen finden die Ideen mich und nicht umgekehrt. Die Inspiration kommt aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Manchmal können es spontane Feedbacks von Händlern, Markenbotschaftern oder Sportlern sein, die zu einer Idee führen. In anderen Fällen widmet man sich konzentriert einer Problemstellung und erarbeitet das Design. Meist kommt der Durchbruch dann aber nicht am Schreibtisch, sondern unterwegs, wie zum Beispiel die weltweit erste rahmenlose Sonnenbrille mit anpassbaren Bügeln in der individuellen Sehstärke.

Gibt es spezielle Modelle für einzelne Sportarten oder sind die Brillen von gloryfy Allroundtalente?

Von unbreakable Sportbrillen und Skibrillen über modische Lifestyle-Modelle bis hin zu optischen Brillen bietet gloryfy für jeden Lebensbereich den richtigen Durchblick. Spezielle Bedürfnisse werden berücksichtigt. Beim Rad- und Laufsport braucht man eine Brille, die leicht ist, jedes Detail der Umgebung perfekt erkennen lässt und zugleich optimale Belüftung bietet. Da sind unsere rahmenlosen Modelle ideal. Generell kann man jede gloryfy-Brille als Allroundbrille nutzen.

Sprechen Sie eine spezielle Zielgruppe an?

Die Zielgruppe ist sehr breit angelegt. Unsere Wurzeln liegen im Sport, aber mittlerweile ist unsere Kollektion sehr breit aufgestellt. Von den Allround- und Performance-Sportbrillen über Lifestyle- und Mode-Sonnenbrillen bis hin zu optischen Brillen – alle haben eines gemeinsam: Sie sind unzerbrechlich. Somit wollen wir mit unseren Produkten jeden ansprechen, der auf der Suche nach innovativen, hochqualitativen Brillen ist. Kooperationen mit namhaften Marken und Stars wie KTM Factory Racing oder Xavier Naidoo tun dann ihr Übriges, um gloryfy in verschiedensten Szenen zu positionieren.

Wie läuft Ihr Vertrieb weltweit?

Sehr positiv. In Österreich sind wir mittlerweile eine etablierte Sport-Lifestyle-Brillenmarke. In Deutschland und der Schweiz entwickeln wir uns sehr gut. Auch in Märkten wie Finnland, Russland, Spanien, Chile oder Südafrika haben wir interessante Vertriebspartner, die uns mit viel Leidenschaft helfen, die Marke dort aufzubauen. Der Eyewear-Markt ist ein sehr hart umkämpftes Pflaster und wird von gigantischen Konzernen regiert. Mit unserer einzigartigen Technologie sind wir jedoch international vorne mit dabei.

Wie viele Brillen besitzen Sie selbst?

Nicht mal so viele, wie man meinen würde. Ich teste zwar regelmäßig neue Modelle, Linsenfarben und Passformen, aber wie wohl die meisten habe ich meine zwei bis drei Lieblingsbrillen pro Saison.

www.gloryfy.com

 

9. Oktober 2019