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Hanf. Ein Milliardengeschäft steht in den Startlöchern

Schon 3000 vor Christus wurden in Taiwan Produkte der Hanfpflanze als Heil­mittel für die unterschiedlichsten Beschwerden verwendet. Bis vor 60 Jahren war es völlig normal, Hanf anzubauen. Dann wurde es verboten. Jetzt feiert die Pflanze ihr fulminantes Comeback – was auch gesellschaftliche Auswirkungen hat. Immer mehr Prominente bekennen sich dazu, schon mal gekifft zu haben.

Jessica Schreckenfuchs4. Juli 2017 No Comments

Abseits des Rausches: Produkte aus Hanf.

Hanf liefert als einjährige Pflanze auf derselben Fläche nicht nur 4- bis 5-mal so viel Papier wie Wald, wegen der hohen Reißfestigkeit der Hanffaser kann dieses Papier auch öfter recycelt werden als Holzpapier. Hanf wächst sehr schnell, bis zu vier Metern Höhe in 100 Tagen. Hinsichtlich der Bodenzusammensetzung ist er eine eher anspruchslose Pflanze und besitzt dank seiner „Abwehrstoffe“ THC und CBD eine große natürliche Widerstandsfähigkeit gegen fast jeden Krankheitsbefall.

Moderne Hanfbauern unterscheiden vier verschiedene Teile der Pflanze mit wirtschaftlicher Bedeutung.

Die Samen. Hanfsamen schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund. Er enthält 28 bis 35 % Fett, 30 bis 35 % Kohlenhydrate, 20 bis 24 % Proteine und neben Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen besonders hohe Anteile an Vitamin B, speziell Vitamin B1 und Vitamin B2. Die Samen selbst werden sowohl geröstet als auch ungeröstet verkauft und ohne weitere Verarbeitung konsumiert. Sie dienen auch als Grundlage zur Extraktion von Hanföl.

Die Fasern. Wegen ihrer Schädlingsresistenz und Langlebigkeit sind sie als Dämmstoff gefragt. Sie eignen sich auch für die Herstellung von Papier und Textilien. Je nach Länge der Faser entstehen große Fliesen oder feinster Zellstoff.

Die Blätter. Blatt und Blüte der Hanfpflanze können heute zu ätherischen Hanfölen veredelt werden. Diese Wasserdampfdestillate finden dann als Geschmacksstoffe in Lebensmitteln oder als Geruchsstoff Verwendung.

4. Juli 2017