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Idyllisches Burgenland

Das Burgenland feiert 2021 sein 100-jähriges Jubiläum der Zugehörigkeit zur Republik Österreich mit pannonischer Lebensfreude: Von der „Wir machen Geschichte“-Ausstellung auf Burg Schlaining über die Pannonian Bird Experience, mehr als 100 Radrouten bis zu Naturparks mit weiten Ebenen, sanften Hügellandschaften und unberührten Flussläufen steht das Burgenland für pures Urlaubsfeeling. Die 100 schönsten Plätze des Burgenlands werden jetzt auch zu Instagram-Hotspots. OOOM sprach mit Didi Tunkel, Geschäftsführer des Burgenland Tourismus, über einen starken Comeback-Sommer.

CLAUDIA OHSWALD28. Mai 2021 No Comments

Die Störche kehren nach Rust zurück und rüsten sich hier für die kommende Jungenaufzucht. Ebenso prächtig präsentiert sich der Naturpark Rosalia-Kogelberg, der zu Recht auch „süße Region“ genannt wird. Schier endlose Erdbeerfelder wechseln sich hier mit Streuobstwiesen ab. Der Frühsommer lässt die Weinblüten sprießen und alles grüner werden. Abkühlung findet man noch in den dichten Wäldern rund um den Naturpark Geschriebenstein-Irottkö oder im Naturpark Landseer Berge. Erfrischend sind auch die Kanutouren entlang unberührter Flusslandschaften im Dreiländer-Naturpark Raab.

Steppe, so weit das Auge reicht. Mehr als 340 Vogelarten, seltene Haustierrassen und eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt: Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel könnte artenreicher kaum sein. Hier findet sich ein harmonisches Zusammenleben aus Pflanzen und Tieren sowohl aus dem alpinen, pannonischen wie auch dem asiatischen, mediterranen und nordischen Raum. Abertausende Vögel passieren das Gebiet auf ihren Migrationsstrecken zwischen Winterquartier und Brutplatz, oder lassen sich gleich im vielfältigen Naturraum zur Balz und zum Nestbau nieder. Nicht nur in der Luft, auch am Boden findet man so manche Rarität, wie zum Beispiel die sanften Barockesel, imposante Graurinder oder die letzte freilebende Herde an Przewalski Pferden im mitteleuropäischen Raum. Bis weit über die Grenzen des Burgenlandes hinaus lockt dieser international bedeutsame Lebensraum jährlich zahlreiche Naturliebhaber jeden Alters in den Osten Österreichs. Nicht nur Ornithologen schätzen die Region für ihren Artenreichtum und veranstalten jedes Jahr hier die Pannonian Bird Experience. Ganze Schulklassen, Einzelpersonen oder Familien können je nach Jahreszeit an einem abwechslungsreichen Programm teilnehmen. Angepasst an das Alter und mit unterschiedlichsten Themenschwerpunkten werden Besucher von der pannonischen Artenvielfalt begeistert. Das Informationszentrum in Illmitz ist der ideale Ausgangspunkt für Entdeckertouren. Ob zu Fuß, im E-Auto oder auf dem Wasser: Hat man einmal Steppenduft geschnuppert, lässt die ursprüngliche Landschaft einen nicht mehr los.

Naturerleben mit allen Sinnen. Auch in den sechs burgenländischen Naturparks kann man sich mit geschulten Guides auf Spurensuche begeben. Naturschutz und der Erhalt der Artenvielfalt haben im Burgenland eine lange Tradition. Deswegen setzt man bei den Führungen auf Bewusstseinsschaffung und Wissensvermittlung. Besuchern jeden Alters werden so spannende Einblicke und faszinierende Perspektiven mit Mehrwert geboten. Das Angebot reicht vom entschleunigenden Waldbaden über das Hopping von einem Vogelbeobachtungs-Hotspot zum nächsten bis zu Touren mit dem Kanu durch versteckte Schilfgassen.

Hoch hinaus und ohne Hindernis. Beeindruckende Natureindrücke warten im Burgenland an jeder Ecke. Barrierefrei von Baumkrone zu Baumkrone erwandert man die Natur auf dem Baumwipfelweg in Neuhodis oder lernt die Vogel- und Waldwelt in Rechnitz kennen. Beeindruckend präsentiert sich auch der Steinbruch in St. Margarethen, die Eisteiche in Forchtenstein oder die Liebinger Kastanienriesen. Auf zahlreichen Aussichtswarten im ganzen Land bieten sich Besuchern beeindruckende Panoramen über pannonische Landschaft und darüber hinaus.

2.500 Kilometer Sonnenschein. Unter Radfahrern ist das Burgenland schon lange kein Geheimtipp mehr. Das engmaschige Netz an Radwegen bietet für jeden Anspruch, jedes Reisetempo und jeden Fahrradtyp garantiert die ideale Route. Landschaftliche Vielfalt, kulinarische wie kulturelle Entdeckungen und eine gut ausgebaute Infrastruktur inklusive. Wer die Sonnenseite Österreichs klimafreundlich mit dem Rad erkunden möchte, kann aus mehr als 100 verschiedenen Routen wählen. Ob sportliche Herausforderung am Mountainbike-Trail, genussvolles Erfahren der schönsten Plätze mit dem E-Bike oder eine entspannte Tour mit der gesamten Familie: Im Burgenland bietet man allem voran grenzenlosen Fahrspaß für alle. Schon die 300 Sonnentage im Jahr sind ein überzeugendes Argument, sich in den Sattel zu schwingen und loszuradeln.

Auf 7 Top-Radrouten durchs Land. So facettenreich das Burgenland, so vielfältig sind auch die Erlebnisse entlang der sieben Top-Radrouten. Entlang der bestens beschilderten Strecken erfährt man die schönsten Seiten des Landes, vom Seewinkel im Norden bis in den Dreiländer-Naturpark Raab im südlichsten Zipfel. Leichte wie anspruchsvolle Etappen bieten ein abwechslungsreiches Programm, das mit individuellen kulinarischen und kulturellen Stopps am Wegesrand unzählige Extras bereithält. Absteigen ist hier ausdrücklich erwünscht! Während am B20 Lackenradweg das für den Seewinkel charakteristische Landschaftsbild vorbeizieht, taucht man am B12 Kirschblütenradweg in ein Meer aus Blüten ein oder erfährt auf dem Iron Curtain Trail ein Stück europäischer Geschichte. Der Festivalradweg führt zu den bedeutendsten Kulturschauplätzen am West­ufer des Neusiedler Sees, und der B10 Neusiedler See-Radweg bietet bequeme Abkürzungen über den imposanten Steppensee und grenzüberschreitenden Fahrspaß. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich der B32 Rosalia-Radwanderweg, der mit herrlichen Ausblicken die teilweise herausfordernden Steigungen belohnt. Himmlisch fährt es sich entlang der Paradiesroute Südburgenland, wo der Name Programm ist.

Tritt für Tritt Vielfalt erfahren. Mehr als 40 Radwege finden sich alleine in der Region Neusiedler See. Durch die eher flache Streckenführung fühlen sich vor allem Familien hier bestens aufgehoben. Etwas steiler geht es da im Mittel- und Südburgenland zu. Rund um den Geschriebenstein oder in den Landseer Bergen führen rasante Mountainbike-Trails über Stock und Stein. Dabei muss man sich keineswegs immer auf die pure Muskelkraft verlassen. Mehr und mehr Verleihstationen im ganzen Land bieten auch E-Bikes an. Auf der „Königin der E-Bike-Strecken“ – der Paradiesroute Südburgenland – finden sich besonders viele Verleih- und Servicestationen.

Absteigen und genießen. Radfahrer fühlen sich dank der bestens ausgebauten Infrastruktur und dem abwechslungsreichen Angebot an Routen im Burgenland bestens aufgehoben. Mehrtages-Touren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ob als buchbares Rundum-Sorglos-Package oder individuell zusammengestellt, bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen. Die radfreundlichen Gastgeber wissen jedenfalls genau, was Pedalritter brauchen und bieten umfassende Service-Leistungen.

28. Mai 2021