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Inselparadies

Mauritius, der kleine Inselstaat nahe Madagaskar, raubt einem schon beim Anflug den Atem. Selten ist ein Meer so türkis und schön. Riesige Wälder, einzigartige Tierwelten, Lagunen mit weißem Korallensand und historische Bauten aus der Kolonialzeit machen den Charme dieser außergewöhnlichen Inselgruppe mitten im Indischen Ozean aus. Ein Paradies für Naturlieb­haber und all jene, die einfach nur entspannen wollen. OOOM begab sich auf Spurensuche und stellt die Insel und ihre besten Hotels für den absoluten Traumurlaub vor.

Tanja Rauch & Phil Zottl12. Juni 2018 No Comments

Eine Reise nach Mauritius erinnert an die Eroberung des Paradieses. Wer seinen Fuß auf den Sir Seewoosagur Ramgoolam Airport setzt, rund fünf Kilometer südwestlich von Mahébourg, der ehemaligen Hauptstadt, spürt von der ersten Sekunde an die Faszination dieses Inselstaats im Südwesten des Indischen Ozeans. 870 Kilometer östlich von Madagaskar scheint die Welt hier in anderen Farben. Das Meer ist nicht einfach nur blau, sondern über den Korallenriffen türkis und an den tiefsten Stellen azurblau. Ziehen Wolken über den Himmel, so nimmt es einen graublauen Schimmer an.

50 Jahre Unabhängigkeit. Wer den Alltag hinter sich lassen will, hat mit Mauritius den richtigen Ort dafür gefunden. Nur 1,3 Millionen Einwohner zählt der kleine Vielvölkerstaat, der gerade seine 50-jährige Unabhängigkeit von Großbritannien feierte und als bestregiertes Land Afrikas gilt – auch wenn seine Präsidentin Ameenah Gurib-Fakim, das erste weibliche Staatsoberhaupt, gerade erst wegen eines Korruptionsskandals zurücktreten musste. Schulbildung und Gesundheitsversorgung sind kostenlos, die Analphabetenrate ist eine der niedrigsten Afrikas, es herrscht Pressefreiheit und die Kriminalitätsrate ist vernachlässigbar. 

Laissez-faire prägt das Straßenbild. Die Menschen in der Hauptstadt Port Louis sind zuvorkommend und freundlich, so etwas wie Stress gibt es hier nicht. Die Temperatur ist um diese Jahreszeit mit 28 Grad angenehm warm. Die Zitadelle bietet den besten Ausblick auf die Stadt mit ihrer neuen Skyline. 

Von den Portugiesen bis zu den Briten. Mauritius hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Anfang des 16. Jahrhunderts kamen die Portugiesen, am Ende desselben Jahrhunderts eroberten die Niederländer das Eiland. Sie blieben bis 1710. Nur fünf Jahre später besetzten die Franzosen die Insel und nannten sie fortan „Île de France“, bis 1810 die Briten den Inselstaat eroberten und wieder Mauritius benannten. 

Vielfalt der Kulturen. Die Vielfalt der Kulturen und Religionen ist enorm. Menschen, die einst aus Indien, Afrika, China und Europa hierher­kamen, leben friedlich zusammen, sie akzeptieren und respektieren einander. Auf dem Central Market in der Hauptstadt Port Louis bekommt man einen sehr guten Einblick in das rege und aufgeschlossene Treiben der Mauritier. Frisches Obst und Gemüse wird hier lautstark angepriesen, um die Preise erbittert gefeilscht.  

Die mauritische Küche ist abwechslungsreich. Die Einflüsse kommen von der europäischen, kreolischen, indischen, orientalischen und chinesischen Küche. Berühmte Gewürze des Landes sind Zimt, Curry, Kardamom, Anis, Nelke, Ingwer und grüner Pfeffer.

Exzellente Küche. Wer vor Ort frisch bekocht wird, kann über den herrlichen Fisch und Meeresfrüchte, Camarons (große Flusscrevetten), geräucherten Schwertfisch, Ziegen- und Ochsenfleisch und zur Jagdsaison auch Wildbret und Wildschwein schwärmen. Verfeinert werden die Speisen gerne mit kleinen süßen Tomaten oder Tamarindenfrüchten. Die rote „Sauce créole“, deren Hauptbestandteil roter Chili, Knoblauch, Ingwer und Pfeffer sind, rundet die pikanten Gerichte ab. Besonders bekannt ist die indische Moulougtany-Suppe aus Geflügel, Schalentieren und Auberginen. Die Mauritier kochen generell gerne sehr würzig und scharf. 

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