Inspiration

Inspiration zur eigenen Marke – „Go Brand Yourself“

Im März 2018 luden die Marketing Natives (powered by DMVÖ) in das A1 Headquarter. Thema des Abends war, wie man sich als Person optimal vermarkten kann. Die Speaker Nuriel Molcho (NENI, Nomade Moderne, Nuri Nurbachsch (Sony Music Entertainment), Laura Karasinski (Atelier Karasinski) und Predram Parsaian (Holmes Place, TrueYou) führten durch den Abend und füllten den Saal bis zum letzten Platz.

Deborah Heiss9. April 2018 No Comments

Marketing Natives, eine Vereinigung, welche internationale Marketingexperten und Studenten zu einer Community vereint,  organisiert mehrmals im Jahr Vorträge über neue Trends in Sachen Kommunikation und Motivation von jungen Marketing-Begeisterten. Auch an diesem Abend war die Stimmung voller Energie und Kreativität. Der Aufruf, sich selbst anders zu sehen, sich zu erfinden und keine Angst vor Rückschlägen zu haben, traf den Nerv des Publikums und machte Mut für große Ziele.

„Es gibt keinen richtigen Weg“

Nuriel Molcho (Geschäftsführer, Neni & Hat Maker, Nomade Moderne) eröffnete die Keynote-Serie mit der Frage nach der perfekten Formel für Selbstvermarktung. Man müsse Berufe für sich selbst erfinden, um seine eigene Marke kreieren zu können. Ein heutiges Problem sei dabei, dass viele junge Leute gute Ideen hätten, jedoch würde soviel über die Strategie nachgedacht werden, dass sie aufgrund von selbstgemachter Angst stecken blieben. „Es gibt keinen richtigen Weg. Durch Fehler bekommt man Selbstbewusstsein und aufgrund der Fehler gelangt man womöglich in eine neue Richtung, in die man noch nicht gedacht hat“, so Molcho. Dabei sei zu beachten, dass jedes Konzept ein gutes Team dahinter brauche. Dabei müsse man gar nicht selbst die große „Breakthrough-Idee“ haben. Wichtig sei, Leuten zu folgen, die Leidenschaft haben und von guten Leuten zu lernen. Das Budget sei dabei egal, denn mit wenig könne man viel schaffen, jedoch benötige es an Kreativität. „Probiert mit wenig, viel zu schaffen. Nichts ist zu schwer.“

© Mila Zytka

„Du bist wer du sein willst“

Pedram Parsaian (Geschäftsführer, Holmes Place, Co-Founder TrueYou) begann seinen Vortrag mit dem Statement, dass jeder bereits seine eigene Brand sei. Branding würde als starker interner Prozess jedoch zumeist hoffnungslos vernachlässigt. Nur indem man die Marke „Ich“ innerhalb eines Unternehmens etabliert, könne man weiterkommen. Dafür müsse man über seine Fehler genauso herzlich sprechen, wie über seine Stärken. Für die Arbeitswelt propagierte Parsaian „values“ und „attitudes“, die bei den Teammembers passen müssten, sowie das Arbeiten nach dem Motto SABVA (Selbstsicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit). Sobald man seinen eigenen USP (Unique strength potential) kennt, könne man machen, was man will. Parsaian gab dem Saal als Challenge mit, am Ende des Jahres, über sich selbst sagen zu können, dass man als Brand stärker sei, als das Unternehmen, für das man arbeite. Dafür müsse man kontinuierlich Aktionen setzen, ein Image aufbauen und ständig daran arbeiten. „Sucht euch ein Image aus, was ihr machen wollt – und Go!“

 „Wenn ihr was tut, was sich gut anfühlt, ist es authentisch“

Nuri Nurbachsch (Senior Manager Artist & Repertoire, Sony Music Entertainment) startete seine Rede aus der Perspektive der Menschen, die über den Erfolg von Brands entscheiden. Authentizität sei ein Trugschluss: Die Frage nach Authentizität dürfe sich für eine Brand nie stellen, denn sobald man tue, was sich richtig anfühlt, dann sei es ohnehin authentisch. Ein zweiter wichtiger Punkt sei zu wissen, was man nicht will. Genau dies müsse man dann machen, um sich selbst weiter zu bringen. Man müsse seine persönliche Marke in sein berufliches Netzwerk einfließen lassen. Die persönliche Brand sei dabei das wichtigste – weil man nur so in die Richtung arbeiten könne, in die man will – und zugleich das unwichtigste – weil die Brand die tatsächliche Aktion nicht überstrahlen sollte. Strahlkraft bedeute dabei nicht immer in erster Reihe zu stehen.

© Mila Zytka

„Don’t forget to breathe on the way“

Laura Karasinski (Art Direction und Design, Atelier Karasinski) beschrieb in der letzten Keynote des Abends 10 Punkte, die sie hilfreich fand, um ihre Brand zu gründen. Der erste Rat sei sich selbst zu lieben. Man könne seine Brand nicht vermarkten, wenn man nicht komplett davon überzeugt sei. Als weiteren Rat gab sie mit, dass man seine Arbeit so lieben müsse, dass sie sich nicht mehr nach Arbeit anfühle. Man solle ebenfalls beachten, dass man immer so wahrgenommen würde, wie man mit Menschen Dinge austauscht. Außerdem ist es unabdinglich seiner Linie treu zu bleiben, auch wenn sie vielleicht Fehler beinhaltet: „Find your shtick (and stick to it), denn aus Fehlern entspringen gute Sachen, die es wert sind geshared zu werden“, so Karasinski.

Da sich eine Brand nicht von alleine baue, dürfe man sich auch nicht scheuen um Hilfe zu fragen, wenn man sie braucht. Wirksam sei es, die eigene Marke auf jedem Kanal und bei jeder Gelegenheit in jeder Art erwähnen.Ein weiterer Rat, den Karasinski den 450 Besuchern mitgab war, auf das Bauchgefühl zu hören. Zum Schluss schickte sie ihre Zuhörer mit dem Tipp „be honest – no one is you and that is your power“ in den entspannten Ausklang des Abends.

Zusammenfassend war es ein sehr gelungener Abend mit viel Inspiration und einigen Aha- Momenten. Ich würde mir wünschen, solche Vorträge würden Ihren Weg in die Schulen unserer Kinder finden.
Auch uns hätten junge Vorbilder schon mit 13 – 14 Jahren nicht geschadet um etwas schneller einen kleinen Schritt nach vorwärts zu wagen. So kann ich nur noch eines hinzufügen:

“Mut ist der vollkommene Wille ,den kein Schrecken erschüttern kann” (Ralph Waldo Emmerson)

Weitere Infos unter:

http://www.marketingnatives.at/

http://www.nomade-moderne.com/

http://dreamerswhodo.at/

http://atelierkarasinski.com/

All pics © Mila Zytka

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