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Länger Leben mit dem Geheimnis der „Blue Zones“

Rund um den Globus verteilt gibt es Orte, an denen statistisch gesehen, die ältesten Menschen der Welt wohnen. Sie zeigen, dass ein gutes und langes Leben, unabhängig von teurer Medizin und materiellem Besitz möglich ist. Doch wie erklärt man dieses rätselhafte Phänomen und wie können wir es sinnvoll umsetzen?

Deborah Heiss20. Februar 2018 No Comments

Die Länder welche als Blue Zones bekannt wurden, sind Sardinien (Italien), Icaria (Griechenland), Nicoya Penisula Costa Rica), Okinawa (Japan) und Loma Linda in Kalifornien. Verschiedene Forscher wie Michel Poulain untersuchten die Lebensumstände und Gewohnheiten der Bewohner, die teilweise auch heute noch bis zu hundert Jahre alt werden. Die Ergebnisse lassen sich grob in gute Gene, Lebensgewohnheiten und ein Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb von Familie und Gemeinschaften unterteilen. Wenn wir also einzelne Faktoren berücksichtigen, sind die Chancen groß, bis ins hohe Alter glücklich und gesund zu bleiben.

Gute genetische Voraussetzungen sind essentiell, aber man muss sie auch unterstützen.

Wie genau lassen sich nun Ernährung, Bewegung und soziale Komponenten beeinflussen? Als wichtige Bestandteile nennt Dan Buettner von National Geographic in seinem Buch „The Blue Zones Solution“  zum Beispiel folgende Lektionen:

  • Mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel. 90-95 Prozent der Ernährung sollten aus Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse und Obst bestehen.
  • Wenn Fisch, dann nur unbehandelten, frei von Pestiziden
  • Wenig Milch und Eier
  • Bohnen und Nüsse als Eiweißlieferanten
  • Wenig Zucker und Salz
  • Vollwertkost
  • Viel Wasser
  • Regelmäßige Bewegungen
  • Entspannung und Ausgleich
  • Positive zwischenmenschliche Beziehungen

„Hara Hachi Bu!“

In Okinawa, eine der Städte der Blue Zones gilt zudem das Sprichwort: „hara hachi bu“ – Hör auf zu essen, wenn Dein Magen zu 80 % voll ist. Eine verminderte Kalorienaufnahme oder gar Nahrungspausen sind laut Forschungen des japanischen Zellbiologen Joshinori Osumi nicht nur lebensverlängernd, sondern auch erwiesen. Jedoch nicht nur die geeigneten Nahrungsmittel sind maßgebend. Um ein langes Leben genießen zu können ist es unverzichtbar zusätzliche Maßnahmen für die Erhaltung körperlicher und geistiger Fitness zu treffen.  Wenn man auf Bewegung und Sport verzichtet, zu viel Tabak konsumiert und den Alkohol übertreibt, läuft man Gefahr, sein Herz und seine Gesundheit zu schädigen. Die tägliche körperliche Arbeit der Einwohner der Blue Zones, somit viel Bewegung im Freien und die positiven Effekte der Freude am Essen und Entspannung sind ganz wichtige weitere Faktoren, welcher die Langlebigkeit und Gesundheit der dort lebenden Menschen beeinflusst. Wie man es auch betrachten mag, ob 100 oder 70; lang oder kurz. Gesundheit, Freude und Liebe mögen noch immer die wichtigste Werte sein, welche dem Menschen eine angenehme Zeit auf Erden verschaffen. Dann kann man es getrost auch so sehen:

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.

Weiterführende Links: Dan Buettner – The Blue Zones Solution – National Geographic VerlagTed Talk – Dan Buettner Ulla Rahn – Huber – Das Geheimnis der Hundertjährigen von Sardinien – mvg VerlagThe Blue Zones Organization

 

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