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Südtirol: Lana Land

Zwischen Meran und Bozen befindet sich die größte und älteste Obstbau­gemeinde Südtirols: die Region Lana. Nicht nur der Apfel ist das wichtigste Symbol dieser Gegend. Ein breites kulinarisches Angebot sowie Weine aus biodynamischem Anbau lassen Herzen von Gourmets höher schlagen. Lana vereint italienisches Flair mit mediterraner Natur und Top-Unterkünften. OOOM stellt die schönsten Plätze in diesem einzigartigen Teil Südtirols vor.

PIERA TERZI28. Mai 2021 No Comments

Die jungen Wilden. Auch an Nachwuchsförderung mangelt es in Lana nicht. Im Restaurant miil stellt der 31-jährige Daniel Werth seit 2011 Saisonküche und höchste Produktqualität an die erste Stelle. Daniel Überbacher, der 30-jährige Inhaber und Küchenchef des Hotel Pfeiss, interpretiert altbekannte Klassiker neu. Die Gewürze zum Verfeinern seiner Gerichte kommen aus dem hauseigenen Kräutergarten. Seit 2018 leitet Filippo Zoncato das Küchenteam des Restaurants 1500 im Luxushotel vigilius mountain resort. Sein Kochstil ist auf das Wesentliche bedacht: „Mein Ziel ist es, den Gästen jene Emotionen auf den Gaumen zu zaubern, die man nur in dem zeitlosen Ambiente und in luftiger Höhe des vigilius mountain resorts erleben kann“, so der 36-Jährige. So vielfältig wie das kulinarische Angebot ist eben auch die Auswahl an Unterkünften in der Region. Das Angebot reicht vom Luxushotel bis zu gemütlichen Ferienwohnungen auf dem Bauernhof. Das hohe Niveau bei Ausstattung, Service und Küche verbindet jedoch alle.

Burgen und Historisches. Kulturell findet sich in der Region ein gelungener Mix aus Vergangenheit und Gegenwart. Zum einen begeistern historische Burgen, Kirchen und Schlösser, zum anderen erhalten zeitgenössische Akteure bei verschiedenen Veranstaltungen eine Bühne. Stefan Zweig besuchte mehrfach die Gegend um Meran und schwärmte: „So klar und rein entfaltet sich hier der Fächer der Farben, nichts befeindet sich, alle Gegensätze sind harmonisch gelöst. Nirgends ist eine brüske Bewegung in der Landschaft, nirgends eine zerrissene abgesprengte Linie: wie mit runder, ruhiger Schrift hat die Natur hier mit bunten Lettern das Wort Frieden in die Welt geschrieben.“

Castel Lebenberg. Ein ikonisches Erkennungszeichen der Region ist Castel Lebenberg, eines der schönsten Schlösser des Burggrafenamtes. Daneben erzählen viele weitere Burgen, über 40 Kirchen und Kapellen sowie Klöster von den Spuren des Mittelalters. Weit über die Grenzen der Destination hinaus bekannt ist der Schnatterpeck-Altar in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Der geschnitzte und reich vergoldete Flügelaltar stammt aus der Zeit der Spätgotik. Er wurde vom schwäbischen Bildhauer Hans Schnatterpeck und seinen Gesellen in den Jahren 1503 bis 1511 hergestellt. Der Altar befindet sich seit dem 16. Jahrhundert in der Pfarrkirche von Niederlana, und er zählt zu den größten Altaren im gesamten Alpenraum.

Literatur und Musik. Der Frühling ist in Lana den kulinarischen Genüssen gewidmet, während der Sommer die Zeit der musikalischen und kulturellen Veranstaltungen ist. Ab Mai werden Konzerte und Festivals im ganzen Land veranstaltet. Besonders empfehlenswert sind im Juli und August lange Shoppingabende mit Entertainment, Kulinarik und Events im historischen Ortskern von Lana, an denen Geschäfte und Gaststände offen halten und so an heißen Sommerabenden für ausgelassene Stimmung sorgen. Somit bietet Lana einen abwechslungsreichen Urlaubsgenuss zwischen alpiner Gemütlichkeit und mediterraner Leichtigkeit. Die Gäste können sich auf erlebnisreiche und erholsame Urlaubstage freuen – und dazwischen genüsslich in einen frischen Apfel beißen.

Wein, Wandern und ganz viel Weitblick.
Empfehlungen von Manuel Guadagnini (Marketingleiter lanaregion.it) für die Region im Etschtal.
Meine Highlights für die Region Lana aufzulisten, ist gar nicht so einfach. Denn die Region hält für ihre recht kleine Fläche eine große Vielfalt an Erlebnissen bereit, so dass ein Urlaub gar nicht ausreicht, um alles zu erleben. Gästen ohne Höhenangst würde ich auf jeden Fall einen Paragliding-Flug mit Start am Vigiljoch empfehlen. Während des Gleitfluges, der rund 25 Minuten dauert, liegt einem die Region Lana wortwörtlich zu Füßen. Das Vigiljoch, der Hausberg der Region, ist mit Streichelzoo und Spielplätzen auch perfekt für Familien mit kleinen Abenteurern geeignet. Für den Sommer unbedingt einen Nachmittag im Naturbad Gargazon einplanen. Zudem produzieren individuell geführte Güter überzeugende Weine, die Gäste oftmals vor Ort auch bei Verkostungen probieren können. Im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Spitzengastronomie bieten zahlreiche Betriebe mit ganz unterschiedlichen kulinarischen Ansätzen. Egal ob aktiv oder entspannt, groß oder klein, drinnen oder draußen in der Natur – in Lana findet fast jeder das Richtige für sich.

www.lanaregion.it

28. Mai 2021