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Roger D. Nelson: Notre-Dame verband uns alle

Roger D. Nelson von der Princeton University, Autor des Nummer-eins-Bestsellers „Der Weltgeist“, analysierte die Auswirkungen des Brandes von Notre-Dame mit dem Global Consciousness Project. Die wissenschaftlichen Daten belegen: Das globale Bewusstsein verband die Welt.

Roger D. Nelson8. Mai 2019 No Comments
Notre Dame Drone

Seit Jahrzehnten geht Prof. Roger D. Nelson von der Princeton University einer einzigen Frage nach: Sind wir alle miteinander verbunden? Der Autor des Nummer-1-Bestsellers „Der Welt-Geist“ (gemeinsam mit OOOM-Chefredakteur Georg Kindel) und Gründer des „Global Consciousness Project“ (GCP), dem über 100 Wissenschaftler aus aller Welt angehören, nahm den Brand von Notre-Dame zum Anlass,um zu prüfen, ob dieses Ereignis von globaler Dimension die Menschheit verband.

Ich war gerade in Europa unterwegs, hielt einen Vortrag in Berlin und besuchte mit meiner Frau Reinhilde deutsche Verwandte, als ich die Nachricht vom Brand der Kathedrale von Notre-Dame am Abend des 15. April auf Facebook las. Eine Stunde zuvor wurden die ersten Rauchschwaden, die von der Kathedrale aufstiegen, bemerkt. Innerhalb dieser 60 Minuten wurde aus einem Funken ein Inferno. Für Ereignisse von globaler Dimension haben wir beim GCP ein striktes Protokoll festgelegt, nach dem wir vorgehen. Wir entschieden uns, das Ereignis genauer zu analysieren.

Zufallszahlengeneratoren. Schon im PEAR-Lab an der Princeton University verwendeten wir für unsere Experimente Zufallszahlengeneratoren, die unbestechliche Maschinen sind. Sie kennen nur zwei Ergebnisse: 0 und 1. Die Wahrscheinlichkeit, welche Zahl kommt, liegt unweigerlich immer bei 50:50. Weichen die Ergebnisse davon signifikant ab – was eigentlich nicht der Fall sein darf –, muss irgendeine Kraft die Maschine beeinflussen. In unseren Experimenten war es die Intention von Menschen, die Materie durch ihre Gedanken messbar beeinflussen konnten. Wir haben dies in Tausenden Experimenten in Princeton nachgewiesen. Beim GCP haben wir Hunderte Zufallszahlengeneratoren – voneinander völlig unabhängig und nicht durch das Internet verbunden – rund um den Erdball positioniert, die 24/7 laufen und Daten liefern.

Die Welt vereint. Wenn der Brand von Notre-Dame tatsächlich Menschen rund um den Globus verband, wenn sie in Angst und Trauer vereint waren, müssten die Ergebnisse der Zufallszahlengeneratoren Werte liefern, die deutlich von den zu erwartenden Normwerten abweichen. So haben wir es bei Ereignissen wie 9/11 oder der Tsunami-Katastrophe in Asien immer wieder präzise messen können.

Wir analysierten also die Messdaten der Zufallsgeneratoren für den betreffenden Zeitraum und legten einen Abschnitt von sieben Stunden fest, beginnend mit 19 Uhr Ortszeit Paris.

Eindeutiges Ergebnis. Das Ergebnis war eindeutig und präzise messbar: Es gab eine starke und anhaltende Abweichung von den zu erwartenden Normwerten, die mit einem Z-Score von –1,751 endete. Die Zufallszahlengeneratoren rund um den Globus lieferten keine Zufallszahlen mehr. Es trat eine unheimliche Ordnung ein, die messbar war. Die Wahrscheinlichkeit dafür lag bei 0,04. Ähnliche Ergebnisse hatten wir schon bei Meditationen und Friedensgebeten wie der „Global Peace Meditation“ 2007, bei der fast eine Million Menschen, verteilt auf 64 Länder, gleichzeitig meditierten, ebenso wie bei der Notlandung von US-Airways-Flug 1549 im Jahr 2009 auf dem Hudson River. Das notwendige Element ist in allen Fällen ein gemeinsamer starker Fokus auf das sich entfaltende Ereignis, das die Emotionen der Menschen auf der ganzen Welt vereint.

Meine Interpretation. Das Ereignis in Paris war eines, bei dem eine große Anzahl von Menschen zusammen betete und hoffte, dass Notre-Dame gerettet werden kann. Millionen Menschen kamen in einem gemeinsamen Moment der Angst und Trauer zusammen, und ihre Gefühle, ihr Respekt und ihre Anteilnahme synchronisierten sich. In diesem Moment veränderten sie mit ihren Gedanken und ihrem Mitgefühl die physische, reale Welt in feiner, subtiler Weise. Diese Veränderung war mit wissenschaftlichen Methoden messbar.

8. Mai 2019