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Philippinen: Grünes Paradies im pazifischen Ozean

Malerische Vulkanlandschaften, immergrüne Tropenwälder, riesige türkisblaue Lagunen und der endlose Ozean. Die Philippinen verzaubern durch ganz besonderen Charme und begeistern mit ihrer Vielfältigkeit Reisende aus aller Welt. Als eines der artenreichsten Ökosysteme wird im Land der 7.641 Inseln besonders auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet. #MoreFunForever heißt die neue Kampagne, die sowohl Landschaft als auch Flora und Fauna langfristig und nachhaltig verbessern soll. Doch wie genau funktioniert das? OOOM klärt auf.

Tanja Rauch8. Mai 2019 No Comments
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Wer einige der unglaublichen Inseln im Pazifischen Ozean bereits zu Gesicht bekommen hat, wähnt sich im sprichwörtlichen Paradies: Landschaften, so abwechslungsreich und faszinierend, wie man sie nur aus TV-Reisedokus kennt, schillernd bunte Unterwassergärten und historische Stätten von globaler Bedeutung. Die Philippinen haben alles, was man als Weltenbummler sucht. Sogar eine Legende, nach der die Götter die erste philippinische Insel im blauen Ozean schufen und von ihrem Werk selbst so begeistert waren, dass sie gleich über 7.000 weitere paradiesische Eilande formten.

Die lebendige und vielschichtige Kultur der Philippinen – benannt 1543 von ihrem Entdecker Ruy López de Villalobos nach dem spanischen Infanten Philipp II. – vereint die verschiedensten Einflüsse jahrhundertealter Tradition. Freundlichkeit, Harmonie und Gastfreundschaft werden in der Bevölkerung großgeschrieben, wodurch man stets mit einem Lächeln auf den Lippen empfangen wird. „Eine asiatische Seele, ein westlicher Geist und das Herz im feurigen Rhythmus eines lateinamerikanischen Tänzers schlagend“, so wird die Persönlichkeit der Filipinos gerne beschrieben.

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Boracays Comeback. Wer auf Inseln lebt, für den hat Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung. Der Inselstaat setzt deshalb statt auf unkontrolliertes Wachstum und Massentourismus auf nachhaltige Erlebnisse. So war auch die Schließung der Philippinen-Insel Boracay für Touristen Gegenstand vieler Diskussionen. Sie galt mit ihren weißen Sandstränden und dem türkisblauen Wasser vielen als eine der schönsten Inseln der Welt. Aufgrund von zunehmendem Party-Tourismus und damit einhergehenden massiven Umweltproblemen ordnete Präsident Rodrigo Duterte persönlich die Schließung für Touristen an. Ein halbes Jahr blieb die Order aufrecht. Durch zahlreiche Maßnahmen sollte sich das Atoll mit der Zeit wieder zum natürlichen Kleinod entwickeln. Abwäs­ser wurden geklärt, das Kanalsystem erneuert, auch die Fauna erholte sich zusehends. Im Oktober 2018 wurde die Insel schließlich wieder geöffnet und war kaum wiederzuerkennen.

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„Die Schließung der Insel Boracay ist die ultimative Lektion in Bezug auf die Balance zwischen Entwicklung und Umweltschutz“, sagt Tourismusministerin Bernadette Romulo-Puyat. „Die Erfahrungen, die dadurch gesammelt wurden, beziehen sich nicht nur auf Boracay, sondern auch auf die anderen Destinationen unseres atemberaubenden Landes. Die Wiedereröffnung der Insel war jedoch nicht der Höhepunkt unserer Reise zum nachhaltigen Tourismus – sondern erst der Anfang“, so Romulo-Puyat.

Nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit ist vor allem in den letzten Jahren zu einem Schlüsselbegriff des philippinischen Tourismus geworden. Das Ziel laut Romulo-Puyat ist es, durch die Bewusstseinskultur eine Balance zwischen Entwicklung und Erhaltung zu schaffen. Dabei spielen vor allem lokale Initiativen eine bedeutende Rolle. Der Zusammenschluss von regionalen Bewegungen und staatlicher Rückhalt sorgen dafür, dass Maßnahmen konsequent und erfolgreich umgesetzt werden können.

Das blaue Bewusstsein. Auf der Insel Malapascua haben sich die Umweltorganisation „People and the Sea“ und die lokalen Behörden die Optimierung der Gesundheit von Meer und Mensch auf die Agenda gesetzt. Das Ziel: das Management der Meeres­ressourcen zu fördern, um Armut zu lindern, die Stärkung der Küstengemeinden und das Bewusstsein für den Schutz der Meere zu erhöhen. Freiwilligen und lokalen Auszubildenden wird das Tauchen beigebracht, um sie über die Meeresumwelt aufzuklären und sie zu Umweltbotschaftern zu machen. Vor allem in der Fischerei spielt Nachhaltigkeit eine besonders große Rolle, wodurch die Aufklärung und Bewusstseinsbildung in diesem Bereich besonders forciert werden müssen.

8. Mai 2019