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Philippinen: Grünes Paradies im pazifischen Ozean

Malerische Vulkanlandschaften, immergrüne Tropenwälder, riesige türkisblaue Lagunen und der endlose Ozean. Die Philippinen verzaubern durch ganz besonderen Charme und begeistern mit ihrer Vielfältigkeit Reisende aus aller Welt. Als eines der artenreichsten Ökosysteme wird im Land der 7.641 Inseln besonders auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet. #MoreFunForever heißt die neue Kampagne, die sowohl Landschaft als auch Flora und Fauna langfristig und nachhaltig verbessern soll. Doch wie genau funktioniert das? OOOM klärt auf.

Tanja Rauch8. Mai 2019 No Comments
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Siargao und die grüne Welle. Siargao, die malerische Insel im Osten der Philippinen, ist nicht zuletzt wegen des berühmt-berüchtigten Surfreviers Cloud 9 weltbekannt. Verschiedene Surfschulen wie „Harana“ oder „The Sun Crew“ haben zahlreiche Projekte zum Thema „Nachhaltigkeit“ gestartet. Die Motivation von „The Sun Crew“ ist es, vor allem in Schulen Kindern spielerisch das Konzept der Nachhaltigkeit näherzubringen, Dörfer zum Mülltrennen zu motivieren, Plastik zu re- und upcyceln und Einheimische in der Surfschule zu einem fairen Lohn zu beschäftigen. Durch eine weitere Initiative lernen Frauen und Kinder surfen, denn persönlicher Fortschritt dient dazu, auch in der Gemeinschaft für neue Entwicklungen einzutreten. Auch die „Harana Surfschule“ setzt mit verschiedenen Initiativen auf Nachhaltigkeit, pflanzt beispielsweise regelmäßig Bäume, baut umweltfreundliche Häuser und achtet in allen Bereichen darauf, so wenig Plastik wie möglich zu nutzen.

Stufen zum Himmel. Der Tourismus ist nach wie vor eine wesentliche Einnahmequelle auf den Philippinen. Auf den 7.641 Inseln treffen Gastfreundschaft und einzigartige Kultur- und Naturerlebnisse aufeinander, wodurch sich für Reisende viele verschiedene Möglichkeiten ergeben, das Land zu erkunden: vom kleinsten Vulkan der Erde über unterirdische Flüsse bis zu den „Stufen zum Himmel“, wie die weltbekannten Reisterrassen von Banaue genannt werden. Facettenreich ist der Inselstaat allemal. Inlandsflüge sowie Schiffsverbindungen und Fähren ermöglichen bequeme Rundreisen durch die drei Inselgruppen Luzon, Visayas und Mindanao – von der Hauptstadt Manila im Norden mit Einflüssen aus der spanischen und amerikanischen Kolonialzeit über die Traumstrände auf Boracay bis hin zu den Chocolate Hills auf der Insel Bohol im Süden. Rund um die Inseln tummeln sich im artenreichen Pazifischen Ozean 2.000 verschiedene Fisch- und 400 unterschiedliche Korallenarten, welche die Taucher aus aller Welt begeistern.

El Union Coffee. Dass jeder in Sachen Klima- und Umweltschutz einen wichtigen Beitrag leisten kann, bewies Kiddo Cosio. Er startete mit einem kleinen Café in San Juan, La Union, das gerade mal 10 Quadratmeter groß war, als Barista, Koch und Kassier in Personalunion. Heute besteht sein Team aus rund 20 Mitarbeitern. Das El Union Coffee betreibt auch einen Vertrieb für Kaffeespezialitäten, wobei Cosio eine faire Entlohnung für alle besonders wichtig ist, und arbeitet mit dem philippinischen Landwirtschaftsministerium zusammen, um die allgemeine Kaffeequalität im Land zu verbessern. Auch nachhaltige Projekte wie ein Kaffeecamp für Jungbauern sind entstanden. Einen Teil der Gewinne spendet El Union Coffee an eine lokale Naturschutzgruppe, CURMA, die sich nicht nur dem Schutz der Schildkröten annimmt, sondern auch um die Beratung für Abwassersysteme und den Erhalt von Küsten und Permakulturen. Das Café verzichtet auch komplett auf Plastikstrohhalme und Plastikbecher. Das Motto „Deeper“ zieht sich durch das ganze Unternehmen. Es bedeutet, dass immer versucht werden soll, weiterzudenken, Fortschritte in alle Richtungen zu schaffen. Nachhaltiger Tourismus fängt beim Menschen selbst an. Das sieht für jeden Einzelnen anders aus, für die Unternehmen ebenso wie für die Regierung. Cosios kurzes Mantra: „Bleib menschlich.“

Die Mitarbeiter bekommen so viel bezahlt wie möglich und so viel Freizeit wie gefordert, dazu medizinische Versorgung und noch viele Goodies mehr.

Die Qualität der Produkte hat natürlich einen hohen Stellenwert, dennoch sind faire Bedingungen für die Gemeinschaft von Landwirten, Erzeugern, Röstern, Baristas und Servicemitarbeitern – im Grunde von allen Menschen, die an der Wertschöpfungskette beteiligt sind – für El Union Coffee ganz wesentlich.

Es muss also nicht immer Freiwilligenarbeit sein, um Gutes zu tun. Auch mit einer Tasse Kaffee lässt sich ein Unterschied machen.

8. Mai 2019