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Reinhold Gütebier & Dario Presotto: Wie wir wohnen

DIE WOHNTRENDS 2022: Die Küche wird das neue Wohnzimmer * Weiß wird von Naturfarben abgelöst * Individualität, Qualität und Design werden immer wichtiger. KIKA/Leiner-CEO Reinhold Gütebier und MODULNOVA-Präsident Dario Presotto über die neue Bedeutung der Küche als zentraler Wohnraum.

OOOM Trend-Redaktion1. März 2022 No Comments

Früher musste eine Küche in erster Linie funktional sein. Heute kostet eine gute Küche so viel wie ein Auto. Wie hat sich das Kaufverhalten verändert?
Reinhold Gütebier: Die Küche war lange Zeit ein Raum, der einzig über seine Funktion definiert wurde. Dementsprechend war er in der Planung, aber auch in der Ausstattung untergeordnet.
Das hat sich mit der Aufwertung der Küche, mit dem Wandel in der Gesellschaft, der neuen Wertigkeit von Essen und Trinken sowie Gemeinschaft, die sich zu Hause trifft, und dem Öffnen der Küche zu einem Wohnraum drastisch geändert. Wer heute ein Haus baut oder kauft, fängt mit der Küche an – rund um diese werden die anderen Räume geplant. Wir sehen häufig, dass der größte Teil des Budgets in die Küche fließt. Essen und Kochen haben in Italien eine große Tradition, und jeder möchte diesen italienischen Lebensstil zu Hause nachempfinden.

Welche Küche bringt dieses Gefühl nach Hause?
Dario Presotto: Das Modulnova- Projekt wurde in Italien geboren und entwickelt, unserem Herkunftsland und dem Ort, an dem eine wichtige Kultur des Kochens und Backens verwurzelt ist. Das System ist voll und ganz darauf ausgerichtet, diesen Lebensstil, der nicht mehr nur italienisch, sondern zunehmend international ist, nachzubilden.

Was muss eine gute Küche außer schönes, funktionales Design alles haben?
Gütebier: Eine gute Küche braucht Individualität, Qualität und Design. Eine gute Küche braucht Raum und Platz – um sich zu bewegen, um zu kommunizieren und um gemeinsam zu kochen.

Verbringen Sie selbst viel Zeit in der Küche?
Presotto: Für mich ist es das Herzstück des Hauses, in dem ich die schönsten Momente verbringe, in dem ich mit der Familie zusammen bin, mit Freunden und Bekannten.

Was sind die Küchentrends in diesem Jahr?
Gütebier: Im Interior-Bereich rechnen wir in mehrjährigen Rhythmen und Trends. Man könnte sagen, dass jedes Jahrzehnt bestimmte Trends hervorbringt. In den Küchen sehen wir vor allem neue Farben.
Weiß wird sukzessive abgelöst von Naturfarben – so verschwindet die Kombination Schwarz für die Arbeitsplatte und Weiß immer mehr. Die Oberflächen haben eine angenehme Haptik, Hochglanz wird nur noch selten gewünscht. Natürliche Materialien sind sehr gefragt und im Trend. Funktionen sind wichtig, verschwinden aber in den Schränken, sodass die Küche nicht mehr wie ein Hightech- Raum, sondern wie ein Wohnraum aussieht.

Presotto: Der Trend im Luxusbereich geht zu natürlichen Materialien wie Stein, Holz und Metall, aber auch zu funktionalem Steingut: Die Kombination von Hölzern, Metallen und Steinen, die mit Know-how und Handwerkskunst verarbeitet werden.

Herr Gütebier, was macht Modulnova zum idealen Eskole-Partner? Der italienische Lifestyle?
Gütebier: Individualität, Qualität und Design sind jene Werte, die uns bei der Gründung von Eskole geleitet haben und uns ständig begleiten und leiten. All diese erfüllt Modulnova, für mich die innovativste und attraktivste italienische Küchenmarke mit den höchsten Standards. Natürlich spielt das italienische Lebensgefühl auch eine große Rolle – wenn es um gutes Essen und Trinken, um das Zelebrieren von Gemeinschaft bei Tisch geht, denkt man sofort an Italien.
Das Bedürfnis nach High-End-Designküchen resultiert aus der wachsenden Bedeutung des Zuhauses, von Wohnräumen, von Miteinander und der Leidenschaft für Genuss. Da kommen viele Komponenten zusammen, die sich unter Essen, Kochen, Leben – EsKoLe– subsumieren lassen.

www.modulnovawien.at

1. März 2022