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Stephan Köhl: Sommerfrische Reloaded

Stephan Köhl ist als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Bad Ischl der Chefvermarkter der Kurstadt. Der gebürtige Münchner hat nach seinem BWL-Studium im Medienzentrum der Wirtschaftsuniversität Wien, bei der Agentur Kraftwerk und bei eBay Österreich gearbeitet.

Claudia Ohswald10. Oktober 2019 No Comments
stephan koehl ooom magazin

Immer mehr Menschen sehnen sich nach Natur, Entschleunigung, Entspannung. Wie machen Sie die Sommerfrische in Bad Ischl wieder populär?

Ich will vor allem junge Menschen begeistern, ihnen die Natur nahebringen, Appetit machen auf Tun und Nichts­tun, auf Schaffen und Ruhe geben – auf Sommerfrische eben. Viele Junge wie auch der Bürgermeister von Bad Ischl sind der Kopf der „Sommerfrische reloaded“. Von Nacktbaden im Vollmond bis zum Kaiserclubbing ist bei uns alles vorhanden. Ich bin ein Fan von gut gemachten Zeitschriften und von Plakaten an der Straße. In Deutschland darf man nichts aufhängen. Es freut mich, dass Österreich da weit toleranter ist.

Was sind Ihre Ziele?

Wir brauchen ein bis zwei neue Hotels. Schöne Villen und kleinere Häuser müssen ausgebaut und erweitert werden. Unser Kongresshaus fasst 750 Personen. Um Kongresse abhalten zu können, braucht es noch zusätzliche 3- bis 5-Sterne-Häuser. Zumindest 100 zusätzliche Zimmer sind dafür notwendig. Bad Ischl soll 2024 die Kulturhauptstadt sein, das würde ich mir wünschen. Das würde mich wirklich stolz machen. Darauf arbeite ich hin.

Wofür brennen Sie als Chefvermarkter von Bad Ischl?

Ich habe eine Vision, und das ist die Marke „Bad Ischl“. Das Kaiserthema ist aktueller denn je. Ischl ist eine Love Brand. Viele Österreicher haben einen Bezug zu Bad Ischl. Im Ausland ist Ischl nicht so populär, und daran arbeiten wir.

Wie würden Sie Ihr Team beschreiben?

Sicher sehr digital-orientiert, offen und auf jeden Fall flexibel. Ich bin bestimmt manchmal unbequem, weil ich mich mit Aussagen wie „Das machen wir schon immer so“ nicht wirklich zufriedengebe. Mein Ziel ist es, dass meine Mitarbeiter in der Früh gerne an ihren Arbeitsplatz kommen. Homogenität zieht sich wie ein roter Faden durch mein Schaffen. Ich denke, das kann ich ganz gut transportieren.

10. Oktober 2019