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Tansania und Sansibar: Im Garten Eden

Nirgendwo sonst in der Welt fühlt man sich seinem Ursprung so nahe und spürt eine so tiefe Verbundenheit mit der Natur und dem ganzen Universum. Willkommen in Afrika! Bestimmte Landstriche Tansanias sind schon seit Millionen von Jahren bewohnt und geben diesem großartigen Land den Beinamen „Wiege der Menschheit”.

Christina Zappella-Kindel6. Juli 2017 No Comments

Selous Game Reserve.

Das Selous Game Reserve ist das größte Wildschutzgebiet Afrikas und bildet ein gewaltiges Ökosystem, zweimal so groß wie die Schweiz. Es liegt 250 Kilometer südlich von Dar es Salaam und ist in einer ca. fünfstündigen abwechslungsreichen Fahrt mit dem Jeep einfach zu erreichen. Einen großen Teil der Strecke legt man auf unasphaltierten Straßen zurück, vorbei an malerischen Dörfern mit kleinen Märkten und Gruppen von spielenden Kindern. Wenn dann plötzlich ein Pavian mitten auf der Straße sitzt, dann weiß man: Der Busch ist nahe. Im Gegensatz zu den Nationalparks Tansanias ist in Teilen des rauen und ursprünglichen Selous – leider – die kommerzielle Großwildjagd noch immer erlaubt. Deshalb sind nur die jagdfreien Gebiete nördlich des Great Ruaha River und Rufiji River für Safaritouristen zugänglich. Eine Bootsafari ist dort absolut empfehlenswert: Man zieht lautlos an grunzenden Hippos und am Ufer sonnenden Krokodilen vorbei und sieht mit viel Glück auch einen Seeadler bei der Jagd. Zu empfehlen ist das Selous River Camp, ein kleines Ökocamp am Ufer des Rufiji River. Kleine Lehmhütten sowie ein paar Zelte lassen ein „Dschungel Camp“-Feeling aufkommen. Im offenen Jeep geht es über buckelige Pisten, durch Wasserlöcher und unwegsame Steppe, Stunde um Stunde unterbrochen von Highlights wie badenden Büffeln, grasenden Zebras, scheuen Gnus und Herden von Gazellen. Anstrengend sind die Touren schon, aber nicht ermüdend. Zu abwechslungsreich gibt sich die Landschaft, zu groß ist die Artenvielfalt. Nichts wiederholt sich, alles fasziniert immer wieder aufs Neue. Und Fahrer und Guide passen höllisch auf, dass einem keine Begegnung der tierischen Art verborgen bleibt.

Jenseits von Afrika.

Unweigerlich hat man während einer Safari die Bilder von „Jenseits von Afrika“ vor Augen. Im Film zeigte sich uns ein Afrika des kolonialen Einflusses um 1913. Was erstaunlich ist: Die Schönheit der Natur hat sich zum Glück wenig verändert, zumindest seit den Dreharbeiten in den 1980er-Jahren. Die wunderbaren Begegnungen mit Menschen und Tieren, die atemberaubende Natur und dieses besondere Licht machen die Magie Afrikas aus. Man braucht daher nur zwei Dinge: Zeit und ein offenes Herz.

Fotos: Martin Hinteregger, Helmut Unger

6. Juli 2017