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Judith Williams und ihre Traumfabrik

Die einzige weibliche Investorin bei „Die Höhle der Löwen" zeigt erstmals ihr 150 Millionen Euro schweres Kosmetik- und Lifestyle-Imperium.

Jessica Schreckenfuchs14. Februar 2017 No Comments

Gigantischer Erfolg: Über 300 Kosmetikprodukte entwickelte Judith Williams. (Foto: Christoph Villgrattner, www.we-see.at)

Wo holen Sie sich Ihre Inspiration?
Für Produkte in der Natur. Für mein Leben von einer unbändigen Lebenslust, Freude und Dankbarkeit. Ich bin so dankbar für das Leben, das ich haben darf, weil ich wirklich schon an anderer Stelle gesessen habe und nicht wusste, wie ich aufstehen soll.   

„Die Höhle der Löwen“ hat Sie nochmals auf ein anderes Level katapultiert.  Jeder kennt Sie jetzt.
Ich gehe sehr gelassen damit um, weil ich überhaupt keine Berührungsängste zu Menschen habe. Das, was ich von den Menschen empfange, ist eine schöne Energie und viel Zuspruch, vor allem von Frauen.

Sind Sie ein religiöser Mensch?
Nicht in dem Sinne, dass ich einer Religion angehöre. Aber ich glaube sehr daran, dass wir geführt werden und wenn du dich bemühst, dein Leben ehrlich und gut zu führen, wird dir wenig wirklich Schlimmes passieren. Das ist ganz sicher auch eine energetische Sache. Der eine sagt, es ist Religion, der andere sagt, es ist Energie. Ich glaube daran, dass wir für unser eigenes Schicksal verantwortlich sind.

Wissenschaftler wie Roger Nelson von Princeton behaupten, dass wir Menschen alle miteinander verbunden sind und es eine Art kollektives Bewusstsein gibt.
Da glaube ich definitiv daran. Und ich weiß es sogar, weil ich es spüre. Du weißt, wenn du Zeit mit jemandem verbringst, wie du dich danach fühlst. Letztendlich geht es sicherlich darum, zu lernen, in der besten Schwingung zu sein. Jene, die mit dir verbunden sind, auch positiv anzustecken mit dieser positiven Schwingung.

Glauben Sie an Seelenverwandtschaft?
Ja, definitiv. Ich glaube sogar so weit, dass wenn wir nicht dieses irdische Leben haben, wir uns in einer gewissen Form absprechen, uns da unten im Leben zu treffen.

Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?
Ja, daran glaube ich. Ich glaube nicht, dass wir uns nur in Asche auflösen, sondern dass unsere Seele weiterlebt. Wo das ist, das weiß ich nicht. Ich finde, dass jeder Gedanke eine gewisse Schwingung, eine gewisse Energie hat. Und aus den Gedanken wird eine Tat, aus der Tat wird eine Gewohnheit und daraus wird ein Leben. Deswegen ist es ganz wichtig, seine Gedanken in eine positive Form zu bringen. Ab dem Zeitpunkt als ich beschlossen habe, den Hebel meines Lebens ins Positive umzulegen, ist mein Leben extrem viel leichter geworden. Damals, als ich meine Firma gegründet habe, haben beste Freunde von mir gesagt: „Mach das nicht, was willst du denn damit?“ Die haben leider irgendwann energetisch nicht mehr zu mir gepasst. Wenn du den Wunsch hast, Menschen wie dich selbst zu treffen, die das gleiche Ziel vor Augen haben, dann kommen sie automatisch zu dir. Das ist das Gesetz der Anziehungskraft.

Meditieren Sie?
Nicht in einer Form, wo ich mich jeden Morgen um 8 Uhr zurückziehe. Das wollte ich schon öfters machen, weil ich glaube, es würde mir auch guttun, habe es aber bisher nicht geschafft. Ich halte gerne auf Parkplätzen. Und dann stehe ich einfach nur da und atme kurz durch, weil mein Leben kann doch wie ein D-Zug sein, wo die Seele nicht hinterherkommt.

Wo wollen Sie noch hin?
Wir sind ständig am Aufräumen, weil das gesamte Business ständig im Wandel ist und genau das reizt mich auch: diese ständige Bewegung. Wir sind zwar jetzt schon in Australien, in Frankreich, in England, Irland und Schottland. Amerika wäre für mich als Amerikanerin aber noch ein interessantes Feld. Mit Start-up-Gründern zu arbeiten macht mir auch viel Spaß. Wir haben mittlerweile drei Leute, die nur Angebote aussortieren. Bei der „Höhle der Löwen“ schauen die sich 1.000 bis 1.200 Präsentationen an. Von denen werden 100 ausgewählt, die uns dann gezeigt werden. Da kann man sich vorstellen, wie das im echten Leben ist, wenn meine Mailbox voll ist.

Sie haben einmal gesagt: Lachen macht schön.
Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn du mit 16 nicht hübsch bist, dann kannst du nichts dafür. Aber wenn du es mit 60 noch immer nicht bist, dann hattest du die falschen Gedanken. Und das, finde ich, stimmt. Gute Gedanken machen schön, weil sie lassen genau diese Schwingung entstehen: Freude, Glück, Liebe, alles was guttut. Das ist ansteckend.

14. Februar 2017