Wissenschaft & Technologie

Verbotenes aus dem Küchenschrank

Schon mal genauer in die eigenen Gewürzregale geblickt? Sie würden sich wundern, welche Trips dort auf Sie warten.

Jessica Schreckenfuchs-Vallant21. August 2017 No Comments

Die Natur ist eine faszinierende Welt. Sie liefert uns Sauerstoff, zeigt uns unglaublich schöne Naturquellen und versorgt uns durch ihre üppige Pflanzenwelt mit veganen Köstlichkeiten, die wir in Form von kleinen Gewürzgläsern in unseren Küchenschränken aufbewahren. Eigentlich verrückt. Denn in unseren Kräuter- und Gewürzgläsern steckt oft mehr, als wir glauben.

Die Muskatnuss

Haben Sie schon einmal daran gedacht, statt einer Prise Muskatnuss im Kartoffelpüree gleich eine ganze geriebene Nuss zu verwenden? Vorsicht. In größeren Mengen wirkt die Muskatnuss nämlich als halluzinogene Substanz und verändert den Körper in einen deliriumartigen Zustand. Und wie bei allem macht die Dosis das Gift. In höheren Dosen ruft sie Halluzinationen hervor, kann aber auch gesundheitsgefährdend sein.

Der Stechapfel

Eigentlich sind Stechäpfel hochgradig giftig. Aber sie gelten auch als aphrodisierendes Heilkraut, wirken bewusstseinsverändernd und rufen neben halluzinogenen Wirkungen auch sexuelle Träume hervor. Von der Einnahme ist trotzdem dringend abzuraten, schon ab 15 Stechapfelsamen sind tödliche Komplikationen zu erwarten.

Der Schlafmohn

Mohn schmeckt vor allem in Kombination mit schwäbischen Schupfnudeln und zerlassener Butter besonders gut. Schlafmohn ist dieselbe Mohngattung, aus der auch Opium gewonnen wird, das bekanntlich als starkes Schmerz- und Rauschmittel eingesetzt wird. Der Milchsaft der unreifen Samenkapsel des Schlafmohns ist getrocknet ein Opiat.

Die hawaiianische Holzrose

Sie ist bei Drogenkonsumenten ein Geheimtipp. Früher in der Medizin und heute in Indien als Tonikum verwendet, ist sie dem halluzinogenen LSD am ähnlichsten. Ihr wird neben einem bewusstseinsverändernden Erlebnistrip auch eine verjüngende, intelligenzsteigernde Wirkung zugeschrieben, die bis zu acht Stunden anhalten kann. Aber auch hier kann eine höhere Dosierung lebensbedrohlich enden.

Die Tollkirsche

Schon früher wurde der Saft der Atropa Belladonna, der „schönen Frau“, in der Kosmetik, zur Pupillenvergrößerung und als Genussmittel verwendet. Heute wird die Tollkirsche noch in Medikamenten als krampflösendes Mittel eingesetzt. Aufgrund der starken Giftwirkung kann man die Tollkirsche nicht als Heilkraut verwenden. Nur in homöopathischer Verdünnung ist sie mit Vorsicht für die Naturheilkunde nutzbar. Die Einnahme der Tollkirsche verspricht angeblich Euphorie, einen Bewegungs- und Rededrang, verminderte Schmerzempfindlichkeit, aber auch Tobsuchtsanfälle und Wutausbrüche, deshalb der Name.

Also Vorsicht, nicht jedes Gewürz, Kraut oder jeder Tee ist zu empfehlen.

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