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Chaos und Ordnung: Visionäre der Zukunft

Ist unser Bewusstsein zu weit mehr fähig, als wir denken? Sind wir alle verbunden? Gibt es jenseits des Verstandes mehr, als wir vermuten?

Georg Kindel14. Februar 2017 No Comments

Bestsellerautor Dieter Broers und Musikforscherin Vera Brandes haben zum Kongress „Chaos & Ordnung“ einige bemerkenswerte Wissenschaftler nach Wien gebracht. Princeton-Professor Roger Nelson (Bild), Prof. Carlo Ventura von der Universität Bologna und Prof. Rollin McCraty vom kalifornischen HeartMath Institute legten Forschungsergebnisse vor, die zeigen: Es gibt ein globales Bewusstsein, unsere Herzen interagieren miteinander und der Alterungsprozess ist umkehrbar.

In der Geschichte der Wissenschaft zeigt sich immer dann, wenn scheinbar revolutionäre Erkenntnisse und Entwicklungen erfolgen, dasselbe Prinzip: Zuerst werden sie ignoriert, dann werden ihre Protagonisten lächerlich gemacht, danach bekämpft – erst dann setzen sie sich durch.

Verkannte Genies. Das passierte in der Vergangenheit ständig: Ob bei Nikolaus Kopernikus („Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums“), Gregor Mendel (Vater der Genetik), Christiaan Barnard (erste Herztransplantation) oder Ignaz Semmelweis („Handwäsche und Hygiene vor Operationen reduziert die Sterblichkeit drastisch“). Ihre Theorien und Methoden wurden ignoriert, attackiert – und sind heute längst wissenschaftlicher Standard.

Wenn es um das menschliche Bewusstsein geht, um den Geist, die Vernetzung von Menschen auf einer Ebene, die wissenschaftlich noch gar nicht oder zu wenig erforscht ist, werden Thesen, Überlegungen oder selbst wissenschaftliche Untersuchungen inklusive ihrer Protagonisten oft von der etablierten Wissenschaft belächelt, als Humbug abgetan oder attackiert. Gerade wenn es um Themen wie unser Bewusstsein geht, um die Seele, um paranormale Phänomene, die existieren, aber trotzdem mit traditionellen Erkenntnissen nicht erklärt werden können, werden die Attacken seitens der Wissenschaft oft besonders hartnäckig. Von „esoterischem Humbug“ wird dann gerne gesprochen, von „spirituellem Quatsch“.

Doch es gibt immer mehr Wissenschaftler der alten Schule, die sich unvoreingenommen diesen essenziellen Fragen unseres Leben stellen und mit ihren – wissenschaftlichen – Mitteln versuchen, präzise Antworten darauf zu finden.

Prof. Roger Nelson in den Wiener Sofiensälen. Er ist Gründer und Leiter des „Global Consciousness Project“, dem weltweit über 100 Wissenschaftler angehören. (Foto: Roland Unger)

Bestsellerautor Dieter Broers („Gedanken erschaffen Realität“, „Der Matrix Code“), als Biophysiker in Wissenschaftskreisen selbst nicht unumstritten, und Musikforscherin Vera Brandes von der Paracelsus-Universität Salzburg ist es gelungen, für ihren Kongress „Chaos & Ordnung“ einige der globalen Vordenker in diesem Bereich nach Wien zu bringen. Und was diese zu sagen hatten, war mehr als spannend. Einige Auszüge daraus:

  • Wir Menschen sind miteinander verbunden. Es gibt ein kollektives, globales Bewusstsein. Dies ist wissenschaftlich messbar.
  • Der Alterungsprozess ist reversibel. Stammzellen können mit elektromagnetischen Feldern beeinflusst und reprogrammiert werden.
  • Die elektromagnetischen Felder von Herzen interagieren miteinander.

Das Besondere daran: Die Protagonisten dieser Erkenntnisse sind keine esoterischen Laien, sondern renommierte Top-Wissenschaftler von führenden Universitäten. OOOM bat drei von ihnen zum Interview:

Roger D. Nelson lehrte bis zu seiner Pensionierung Experimentelle Kognitive Psychologie an der Princeton University und war für die gesamte Forschung am „Princeton Engineering Anomalies Research Lab“ (PEAR) zuständig. Sein Forschungsschwerpunkt: das menschliche Bewusstsein und die Rollen von Seele und Geist in der physischen Welt. Heute leitet er das „Global Consciousness Project“ (GCP), dem über 100 Wissenschaftler auf der ganzen Welt angehören, um mit wissenschaftlichen Mitteln der Frage nachzugehen: Gibt es ein kollektives Bewusstsein? Nach 20 Jahren Forschung und der Auswertung von Milliarden Daten aus 50 Ländern der Welt ist Prof. Nelsons Antwort ganz eindeutig: „Ja. Wir sind alle miteinander verbunden.“

„Es gibt so enorm viel, was wir heute nicht wissen oder rational erklären können“, sagt Prof. Nelson. „Die Idee, dass es eine spirituelle Welt gibt, passt perfekt zu den Ergebnissen der Forschung unseres ‚Global Consciousness Projects‘. Der berühmte Quantenphysiker und Philosoph David Bohm sprach schon 1980 von einer impliziten Ordnung, die wir nicht sehen, messen oder erklären können, die es aber trotzdem gibt. Wir Menschen sind ganz stark miteinander verbunden. Wir müssen diese Erkenntnis noch viel stärker nutzen“, sagt Prof. Nelson, „um die bestmögliche Welt für uns und unsere Kinder zu erschaffen. Denn wir haben nur diese eine.“

Carlo Ventura ist Professor für Molekularbiologie am Institut für Experimentelle und Diagnostische Medizin der Universität Bologna. Er ist promovierter Mediziner und promovierter Biochemiker, forschte am „Laboratory of Cardiovascular Science“ an den National Institutes of Health in Baltimore, USA, und lehrte an der Abteilung für Biomedizinische Wissenschaften der Universität Sassari, Italien. Er ist Gründer und Direktor des „Stem Wave Institute for Tissue Healing“ und Direktor der Abteilung für Experimentelle Kardiologie an der Universität Bologna. Ventura veröffentlichte bisher mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten in führenden medizinischen Fachjournalen wie „Nature“: „Wir können den Alterungsprozess der Zellen umkehren. Das Altern ist reversibel.“

Rollin McCraty, Leiter des Forschungscenters des HeartMath Instituts in Boulder Creek, Kalifornien, ist Professor an der Florida Atlantic University. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit: Wie Emotionen kognitive Prozesse, das Verhalten und die Gesundheit beeinflussen. Er sagt: „Wann immer unser Herz schlägt, erzeugt es ein elektromagnetisches Feld, das mit anderen Herzen interagiert.“