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Von Köck: Glänzende Aussicht

Sie schillern in den leuchtendsten Farben: blaue Tansanite, grüne Smaragde, rote Rubine, und zieren uns schmuckvoll. Ummantelt von edlen Weißgold- oder Platinfassungen findet man sie an unseren Hände, den Hals oder am Handgelenk. Was macht Steine so wertvoll, dass sie Hunderte, Tausende oder sogar Millionen Euro kosten? Der Juwelier und Edelstein-Experte Felix Köck-Marek, der am renommierten Gemological Institute of America ausgebildet wurde, erklärt in OOOM, wie Herkunft, Qualität, Trends und Einzigartigkeit Steine zu wahren Kostbarkeiten machen.

Claudia Ohswald10. Oktober 2019 No Comments
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Sie leuchten in den abstraktesten Farben: grün, blau, tief­rot, rosa. Wir tragen sie um den Hals, am Handgelenk oder am Finger. Edelsteine verschönern uns, sie sind Symbole von Macht, Wohlstand und Schönheit.

Wie Edelsteine entstehen. Rund 5000 verschiedene Mineralien gibt es, doch nur rund einhundert davon werden zu den Edelsteinen gezählt. Und selbst diese sind nicht zwangsläufig edle Steine; es müssen vielmehr besondere Bedingungen vorliegen, um zu wertvollen Preziosen zu werden. Hier spielen hoher Druck und hohe Temperaturen eine elementare Rolle. Vor drei bis zehn Millionen Jahren entstanden die Edelsteine im Erdinneren, einige sind sogar bis zu 4,5 Milliarden Jahre alt. Im Altertum wurden Edelsteine generell nur entdeckt, wenn sie nah an der Erdoberfläche lagen. Auch heute noch ist dafür eine gehörige Portion Glück nötig. Der Abbau von farbigen Edelsteinen ist bis auf die Mechanisierung immer noch vergleichbar mit dem Abbau vor tausend Jahren. Den Ort, an dem Edelsteine vorkommen, bezeichnet man als Lagerstätte; sobald der Abbau beginnt, spricht man von einer Mine. Seit der Altsteinzeit finden Steine auch als Schmuck Verwendung. In der Antike wurden Edelsteine neben Gold, Silber und anderen Materialien zu Schmuck verarbeitet. Schmucksteine waren Rubine, Smaragde, Berylle, Saphire und Bernsteine. Da Schmucksteine meist auch einen beträchtlichen Wert darstellten, wurden diese oftmals gefälscht. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Seit der Altsteinzeit finden Steine auch als Schmuck Verwendung. In der Antike wurden Edelsteine neben Gold, Silber und anderen Materialien zu Schmuck verarbeitet.

Kohlenstoff. Die Farbe einiger Mineralien, beispielsweise jene des Achats, wurde durch Brennen oder Einfärben verändert. Im Altertum und im Mittelalter wurden Juwelen nur mehr oder weniger rund geschliffen, der Facettenschliff kam erst in der frühen Neuzeit auf. Auch der Diamant wurde erst in der Neuzeit zum Schmuckstein, während er in der Antike aufgrund seiner Härte vor allem von Handwerkern eingesetzt wurde, etwa zum Schnitzen von Gemmen. Der Diamant ist eine spezielle kristalline Erscheinungsform des elementaren Kohlenstoffs. Heute werden Edelsteine meist geschliffen, um die Lichtreflexion zu erhöhen. Nur bei in Brillantschliff geschliffenen Diamanten spricht man von „Brillanten“, andere Edelsteinarten im Brillantschliff müssen durch den Edelsteinnamen ergänzt werden.

Wie erkennt man, ob ein Edelstein echt ist? In den meisten Fällen erfolgt dies durch die mikroskopische Untersuchung eines Gemmologen (Edelsteinprüfer). Analyse und Beurteilung müssen zum Beispiel beim Edelsteinhandel möglichst vor Ort erfolgen. Professionelle Gemmologen und Edelsteinkäufer benutzen deshalb mobile Labore, die alle notwendigen Geräte in einem Transportkoffer zusammenfassen. Sogenannte „Reiselabore“ verfügen sogar über eine eigene Stromversorgung, sodass sie von einer externen Infrastruktur unabhängig sind. Sie sind auch für gemmologische Expeditionen geeignet.

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10. Oktober 2019