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Wolfgang Stabentheiner: OOOM jetzt

Hallo, OOOM! Schön bist du, bereichernd, inspirierend! Zeit, dir die gebührende Reverenz zu erweisen, indem wir einmal den spirituellen Wurzeln deines Namens nachspüren und aus einem spirituellen Blickwinkel aufs Leben draufschauen, aufs Richtig-gut-Leben. Ob dies deine LeserInnen auch schön, bereichernd, inspirierend finden?

Wolfgang Stabentheiner8. Mai 2019 No Comments
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Ooom heißt der geistige Raum, in welchem wir uns hier bewegen.

Ooom – überraschend, der Name für eine Zeitschrift, die uns durch Vielfalt begeistert. Vielfalt an bemerkenswerten Menschen, Orten, Ideen, Entwicklungen, über die man uns berichtet. Ooom, was war wohl der zündende Funke, dieses Magazin so zu taufen? Ich weiß es nicht, hab nie darüber mit dem Herausgeber–Ehepaar gesprochen. Aber ich finde, dass auch der Name wert ist, ihn zu bemerken und ihm nachzuspüren. Ooom – damit assoziiere ich tibetische Mönche, die mit tiefer, gurgelnder Stimme dieses Mantra rezitieren. Oder orange gekleidete Sannyasins, andächtig einem rauschebärtigen, girlandenbehangenen Guru lauschend. Aber daran will ich jetzt nicht denken. Ooom, das muss etwas Nützliches sein, etwas dich und mich Bereicherndes, etwas, das beiträgt zu deinem, zu meinem Richtig-gut-Leben. Andernfalls hätte es keinen Sinn, uns damit auseinanderzusetzen.

Ooom – in allem, das uns begegnet, lächelt es uns entgegen. Auch wir lächeln anderen Ooom entgegen.

Laut aus der Stille. Ooom, der Laut, der auftaucht aus der Stille des großen einen Nichts, aus dem heraus alles geworden ist und ständig wird, alles in seiner Buntheit und Vielfalt, alles Licht und alle Dunkelheit, alles Werden und alles Vergehen. „Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort. Alles ist durch das Wort geworden. Und ohne Wort wurde nichts, das geworden ist.“ (Joh. 1) Anders gesagt: Am Ursprung ist Ooom, die Schwingung des Ursprungs, das Bewusstsein des Ursprungs. Ooom kommt aus dem großen einen Nichts und ist das große eine Nichts. Und dieses Ooom manifestiert sich in jeglicher Existenz, in uns selbst, in all den Dynamiken, die sich in uns und zwischen uns abspielen. Ooom – in allem, das uns begegnet, lächelt es uns entgegen. Auch wir lächeln anderen Ooom entgegen, wenngleich zumeist in deformierter Weise. Aus der Deformation von Ooom, dem Urzustand unseres Bewusstseins, resultieren die Sorgen, Ängste und Leiden, die unser richtig gutes Leben beeinträchtigen. Sie sind keineswegs ein böses Schicksal, sondern ein liebevoller Hinweis des Lebens, uns des Ursprungs zu besinnen und uns in seine Schwingung einzuklinken. Im christlichen Bereich tun wir dies, indem wir unser Gebet mit „Vater unser“ beginnen, wir setzen uns in Beziehung mit unserem Ursprung, unser aller Ursprung, mit dem Ziel, dass sich immer mehr ein Gleichklang einstelle zwischen unserer personalen Schwingung und jener unseres transpersonalen Ursprungs. Aus diesem Gleichklang heraus entsteht richtig gut leben. Ooom, einklinken in die Urschwingung, wie ist das möglich?

Von Herzen. Sicher nicht mithilfe unseres Denkens, mithilfe einer Theorie oder Ideologie. Wenn ich den Ursprung erdenke, dann kommt die deformierteste aller Deformationen heraus. Nicht umsonst lautet das erste aller Gebote: „Du sollst dir kein Gottesbildnis machen.“ Das Herz hat die Funktion des Receivers, das dem Ursprung liebevoll zugewandte Herz. Von Herzen können wir in Kontakt treten mit Ooom, dem Urbewusstsein, und zwar nicht morgen und nicht gestern, sondern ausschließlich JETZT. „Jetzt BIN ICH aus meinem ewigen Ursprung“ – ein Satz zum Kontemplieren.

Richtig gut leben. Ooom – werfen wir aus einem beruhigten Herzen einen Blick in die Welt! Wie viel Deformation! Freilich, das Herz urteilt nicht, es nimmt an. Es betrachtet das eigene Leben und stößt auf ebenso viel Deformation. Es urteilt auch hier nicht. Aber es entsinnt sich des tiefsten seiner Bedürfnisse: Richtig gut leben. Und dass alle richtig gut leben. Jede unserer Zellen, ob krank oder gesund, weiß, was es ist, richtig gut leben. Die Selbstheilungskräfte unseres Organismus orientieren sich an diesem Wissen und suchen, die gesunden Zellen in diesem Zustand zu halten und die kranken wieder dorthin zu bringen. Unser Herz weiß auch, was es ist, richtig gut leben. Wie die Zellen holt es sich, was es dazu braucht. Das Zusammenschwingen mit dem Urlaut ermöglicht, dass das Deformierte zurückkehrt in seinen ursprünglichen, heilen Zustand und dass wir selbst zurückkehren in richtig gut, fröhlich, inspiriert, glückbringend leben.

Ooom ist für mich das Synonym für das Urbewusstsein, das Göttliche. Ich rezitiere Ooom nicht als Mantra. Ooom zeigt sich mir nicht als manifester Laut. Und doch ist nichts so sehr Nahrung für mein Richtig-gut-Leben wie die Verbindung des Herzens mit dem Ursprung.

Wolfgang Stabentheiner tut das, was wir alle tun sollten: Er beschäftigt sich mit richtig gut leben. Seine Seminar- und Coachingangebote zu diesem Thema und auch die Kontemplationstage auf:


www.future.at

8. Mai 2019